Antike Welt & Alte Kulturen
Wir lernen das hebräische Alphabet mit dem Ziel, die hebräische Bibel/das Alte Testament, die Grundlage des Judentums, Christentums und des Islams, im Original zu lesen und Einblicke in die Lebensweise und das Weltbild der damaligen Menschen zu gewinnen. Die Geschichten, Gestalten, Gebote dieses Buches prägten unsere Kultur, unsere Literatur, die bildende Kunst, Musik und Film. Keine Vorkenntnisse erforderlich, Materialien werden im Kurs bereitgestellt und sind im Kurspreis enthalten.
Vor einigen Jahren hat der vormalige Leiter der ägyptischen Altertümerbehörde Zahl Hawass zum wiederholten Male eine Liste mit altägyptischen Objekten im Besitz ausländischer Museen vorgelegt, die seiner Ansicht nach illegal aus dem Land am Nil herausgeschafft worden sind und als einmalige Dokumente der ägyptischen Geschichte jetzt wieder zurückgegeben werden müssten. Dazu gehört nicht nur die Büste der Nofretete in Berlin, sondern auch der Stein von Rosette in London, mit dessen Hilfe Champollion die Entzifferung der Hieroglyphen gelang, der Tierkreis von Dendera aus dem Louvre, die überlebensgroße Sitzfigur des Prinzen Hemiunu aus Hildesheim und die Büste des Wesirs Anch-haf in Boston. Da die Ausfuhr dieser und anderer Stücke zu einer Zeit erfolgte, als die ägyptische Altertümerverwaltung von Ausländern gemanagt wurde und das einheimische Herrscherhaus der Chediven nur sehr eingeschränktes Interesse an der pharaonischen Vergangenheit zeigte, ist eine pauschale juristische Beurteilung der Situation nicht möglich und muss im Einzelfall betrachtet werden. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Das Metropolitan Museum of Art (The Met) besitzt eine der bedeutendsten kunsthistorischen Sammlungen der Welt. Unter den zahlreichen beeindruckenden Sammlungsbereichen des Met ist die Sammlung Ägyptischer Kunst (Egyptian Art) besonders berühmt. Sie umfasst ca. 36.000 Objekte und zählt damit zu den größten und besten ägyptischen Sammlungen außerhalb Kairos. Dabei umfasst sie alle Zeitepochen des antiken Ägypten – von der Steinzeit über das pharaonische Ägypten bis hin zu der Epoche Ägyptens als römische Provinz. Besonders spannend ist, dass mehr als die Hälfte der Sammlung aus eigenen archäologischen Kampagnen des Museums in Ägypten stammt, die v.a. im frühen 20. Jahrhundert stattfanden. Die Größe der ausgestellten Objekte variiert stark und reicht von kleinen Statuetten bis zu großen Installationen, wie der wiederaufgebauten Mastaba des Perneb aus dem Alten Reich (um 2380 v. Chr.) und dem Tempel von Dendur (um 15 v. Chr.), für den das Museum eigens einen neuen gläsernen Trakt erbauen ließ. Neben der ausführlichen Vorstellung der beeindruckenden Sammlung Ägyptischer Kunst im Metropolitan Museum, werden wir uns auch mit der umfangreichen Grabungsaktivität des Museums beschäftigen und so nachvollziehen, wie einige der berühmtesten ägyptischen Exponate ins Met gelangt sind. Dr. Katja Demuß studierte Ägyptologie, Koptologie und Alte Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. In ihrer Funktion als Assistentin am Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Göttingen war sie an der Herausgabe der ägyptologischen Zeitschrift Lingua Aegyptia beteiligt. Seit 2000 gibt sie Seminare an verschiedenen Volkshochschulen.
Die altägyptische Kultur erstreckte sich über mehr als 3 Jahrtausende und trotz dieser langen Zeit gab es nur wenige Frauen, die wirklich eigenständig das Land am Nil regierten – die bekanntesten sind Hatschepsut (1467-1445 v. Chr.) und Kleopatra VII. (51-30 v. Chr.). Aber es gibt außer diesen beiden berühmtesten Beispielen weitere Herrscherinnen, die nicht weniger interessant sind. Neben den Frauen, die als eigenständige Herrscherinnen auftraten und regierten, gab es eine zweite Gruppe von Königinnen – die Königsgemahlinnen. Einige der Hauptgemahlinnen („Große Königliche Gemahlinnen“) traten neben ihren königlichen Gemahlen prominent in Erscheinung – wie z.B. Teje, die Große Königliche Gemahlin von Pharao Amenhotep III. (1379-1340 v. Chr.), oder Nofretete, die Große Königliche Gemahlin des „Ketzerkönigs“ Echnaton (1340-1324 v. Chr.). Ramses II. (1279-1213 v. Chr.) ließ für seine Lieblingsgemahlin Nefertari sogar einen eigenen Tempel in Abu Simbel errichten, in dem sie als Göttin verehrt wurde. Und mit diesen drei bekannten Beispielen endet die Reihe der aktiven Königsgemahlinnen in Ägypten noch lange nicht. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden wir die bekannten und weniger bekannten „Pharaoninnen“ des Alten Ägypten kennenlernen – ihre Tatkraft, ihre Kämpfe, ihre Niederlagen genauso wie ihre Triumphe. Die „Pharaoninnen“ ermöglichen uns so einen spannenden, nicht selten „etwas anderen“ Blick auf die Geschichte des antiken Ägypten. Dr. Katja Demuß studierte Ägyptologie, Koptologie und Alte Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. In ihrer Funktion als Assistentin am Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Göttingen war sie an der Herausgabe der ägyptologischen Zeitschrift Lingua Aegyptia beteiligt. Seit 2000 gibt sie Seminare an verschiedenen Volkshochschulen.