Historische Praxis
Dank des entschlossenen Engagements der Würzburger Bürgerschaft konnten die mittelalterlichen Grabsteine der jüdischen Gemeinde – die sogenannten Judensteine aus der Pleich – 1987 vor der Zerstörung bewahrt werden. Die Julius-Maximilians-Universität ermöglichte die wissenschaftliche Erschließung ihrer hebräischen Inschriften. Heute eröffnet uns diese weltweit größte Sammlung eines mittelalterlichen jüdischen Friedhofs einzigartige Einblicke in das Leben und die Geschichte der Würzburger Judengemeinde. Im Kurs erhalten Sie zunächst eine Einführung in das hebräische Alphabet und den jüdischen Kalender. Anschließend entziffern wir gemeinsam die ehrwürdigen Inschriften und lassen die Vergangenheit lebendig werden. In Absprache mit den Teilnehmenden ist ein Besuch des Shalom-Europa-Museums geplant, wo die Grabsteine gelagert und teilweise auch ausgestellt sind. Der Eintritt und die Führung sind im Kurspreis enthalten.. Keine Vorkenntnisse erforderlich. Alle Materialien werden gestellt und sind im Kurspreis enthalten
Der Arbeitstitel unseres neuen Themas lautet „Feste und Feiern in Güntersleben". Wir werden den offiziellen Bräuchen und Gepflogenheiten, die kirchliche, familiäre und jahreszeitlich gebräuchliche Feste begleiten, nachgehen. Besonderes Augenmerk werden wir wie immer auf die überlieferten, aber oft auch ganz individuellen Varianten und von Familie zu Familie mit eigenen Traditionen angereicherten Bräuche und Rituale legen. Geschichten und Erzählungen, die in der Erinnerung haften blieben, werden unsere Berichte ausschmücken. Eingeladen sind alle, die „Geschichte von unten“ reizvoll finden und die Lust haben, mitzuarbeiten. Die weiteren Termine werden einzeln in den Sitzungen vereinbart. Ohne Gebühr, Anmeldung bei der vhs-Außenstelle in Güntersleben Tel.: 093651449 oder 093654189
Der Juliusspital-Park ist ein kleiner, für jeden zugänglicher Park, der zum Juliusspital gehört. Er wurde ursprünglich als Arzneigarten, dann zusätzlich als barocker Lustgarten für die Spitalbewohner angelegt und später mehrfach umgestaltet. Lange war er Teil des botanischen Gartens der Universität. Es lohnt sich zu jeder Jahreszeit bei einem Einkaufsbummel in Würzburg eine kleine Auszeit in dieser Anlage zu nehmen. Bei dieser Exkursion möchte ich Ihnen einige der Bäume dieses Parks vorstellen, darunter Exoten wie den Taschentuch- und den Lebkuchenbaum, Klimawandelbäume wie die Hopfenbuche und die Baumhasel, aber auch einheimische Arten wie Stieleiche und Eibe. Natürlich können wir bei dieser Gelegenheit auch den barocken Gartenpavillon und den prächtigen Auvera-Brunnen bewundern. Treffpunkt: Eingang zum Juliusspital an der Juliuspromenade Ulrike Schulz war lange Jahre Gymnasiallehrerin für Biologie und Chemie. Ihr besonderes Interesse gilt den einheimischen Wildpflanzen, aber auch den exotischen Baumarten der Stadt.