Kurse nach Themen
studium generale
Der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Völkerbund verlor in den 1930er Jahren immer mehr an politischem Einfluss und konnte die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs nicht verhindern. Noch während des Krieges wurden die diplomatischen Grundlagen für die im Sommer 1945 erfolgte Neugründung einer Nachfolgeorganisation gelegt, um den Weltfrieden und die Geltung des Völkerrechts zu sichern, die Menschenrechte zu schützen und die internationale Zusammenarbeit zu fördern. Entstanden ist dazu ein äußerst komplexes System von Institutionen und Organisationen. Der UNO gehören heute 193 Staaten an. Die Veranstaltung skizziert den grundlegenden Aufbau der UNO-Organisation sowie ihr Wirken. Ebenso werden Kritik und Reformbedarf der Organisation thematisiert. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Die Biologie definiert die Zelle als kleinste Einheit des Lebens. Aber selbst die einfachsten Zellen auf der Erde sind unglaublich komplex, so dass es praktisch unmöglich ist, sie in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Auch haben wir noch immer keine Kenntnis davon, wie die erste Zelle überhaupt entstanden sein könnte. Aus diesem Grund versuchen wir, wesentliche Prozesse des Lebens aus einfachen biologischen Bausteinen nachzubilden, um eine Vorstellung von den physikalischen und chemischen Bedingungen zu bekommen, die notwendig sind, damit aus einem chemischen System ein biologisches System wird. Dazu verwenden wir den Ansatz der Synthetischen Biologie, der zelluläre Systeme in einzelne Funktionsmodule zerlegt, die unabhängig voneinander untersucht werden können. Von besonderem Interesse für uns ist die Funktion der Zellteilung. Derzeit wird versucht, ein möglichst einfaches molekulares System aufzubauen, das in der Lage ist, sogenannte Membranvesikel, die einfachsten Modelle von Zellhüllen, autonom in zwei Tochterzellen zu teilen. Zu diesem Zweck verwenden wir einige Proteinsysteme aus E. coli-Bakterien. Petra Schwille studierte Physik und Philosophie und promovierte 1996 an der TU Braunschweig mit einer Dissertation am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, bei Nobelpreisträger Manfred Eigen.. Im Jahr 2002 nahm sie einen Ruf auf eine Professur für Biophysik am neu gegründeten BIOTEC-Zentrum der TU Dresden an. Seit 2012 ist sie Leiterin der Abteilung Zelluläre und Molekulare Biophysik am MPI für Biochemie und Honorarprofessorin für Physik an der LMU München. Sie ist u.a. Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften – acatech. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt. So funktioniert vhs.wissen live: - Die Veranstaltungen werden live gestreamt - Ein Live-Chat bietet die Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen - Sie melden sich bei uns an und erhalten dann einen Link zu den Livestreams.
Neuartige Chips verbinden Prinzipien des menschlichen Gehirns mit moderner Technologie. Dieser Vortrag zeigt, wie neuromorphe Systeme durch künstliche Neuronen, Energieeffizienz und Lernfähigkeit klassische KI-Ansätze revolutionieren. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
„Kommissar KI ermittelt“ heißt es immer häufiger bei der Polizei. Seine Möglichkeiten sind immens: Neue Analysemethoden können in kürzester Zeit entscheidende Informationen aus umfangreichen Aktenbeständen herausfiltern, mittels Gesichtserkennung und Verhaltensanalyse können „Gefährder“ und vermisste Personen identifiziert werden, KI kann auch Bilddatenmengen aus dem Internet, zum Beispiel in Zusammenhang mit Kinderpornographie, für die Strafverfolgung aufbereiten, Chatverläufe und SocialMedia können durchforstet werden. Viele dieser Möglichkeiten von KI befinden sich in der Testphase und oftmals fehlen gesetzliche Grundlagen. Für ganz verschiedene Anwendungskontexte sind juristische Klärungen zu machen, zum Beispiel mit Blick auf das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und die Menschenwürde. Es stellt sich in jedem Fall die gesellschaftliche Frage, wie intensiv KI-Instrumente für die Sicherheit eingesetzt werden können, ohne die Freiheitsrechte unverhältnismäßig einzuschränken. Mit dieser Ausgabe der „Demokratie im Gespräch“ wollen wir zu dieser Diskussion einen Beitrag leisten. Eine Kooperation der Volkshochschulen in Bayern mit der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit und der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Expertinnen und Experten referieren zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Diskutieren Sie mit! Die Veranstaltung findet als Zoom Webinar statt, d.h. Sie werden nicht gesehen und gehört in der Veranstaltung und können sich über den Chat beteiligen.
Sie thront majestätisch über der Stadt und blickt auf über ein halbes Jahrtausend Geschichte zurück: Die Festung Marienberg, das einstige herrschaftliche Herz des Hochstifts Würzburg. Doch wie wurde aus der einstigen keltischen Befestigung eigentlich ein prunkvolles Bischofsschloss und später eine bayerische Kaserne? An zwei spannenden Abenden nehmen wir Sie mit auf eine kunstgeschichtliche Zeitreise. Wir beleuchten den dramatischen Wandel dieses Würzburger Wahrzeichens – vom wehrhaften Kastell über die repräsentative Residenz eines Landesherrn bis hin zur heutigen Transformation in das moderne „Museum für Franken“. Entdecken Sie die Architektur, die Kunst und die Geheimnisse eines einmaligen Monuments neu!
Studienreise der vhs Würzburg & Umgebung e.V. in Kooperation mit der vhs Rhön-Grabfeld gGmbH und Dr. Augustin Studienreisen GmbH „Habe nun, ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, Und leider auch Theologie! Durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor;“ (Johann Wolfgang von Goethe: Faust. Der Tragödie erster Teil) Mit diesen berühmten Worten beginnt Goethes „Faust“, das als eines der bedeutendsten Werke der deutschsprachigen Literatur gilt. In der Tragödie, die im Jahr 1808 veröffentlicht wurde, versucht der Gelehrte Dr. Heinrich Faust den Sinn des Lebens zu erkennen. In seinem Streben nach Antworten schließt er sogar einen Pakt mit dem Teufel. Als er schließlich das junge Gretchen kennenlernt, nimmt die Tragödie ihren Lauf. 250 Jahre nach Goethes Ankunft in Weimar, bei der er Teile von Faust bereits verfasst hatte, wird die Stadt zur „Faust-Werkstatt“. In diversen Ausstellungen und Veranstaltungen werden die Schätze der Weimarer Goethe-Sammlung gezeigt und laden zum Erkunden der Stadt ein. Natürlich dürfen auf einer Reise zu Goethes Faust nach Weimar auch das Schauspiel der Tragödie nicht fehlen. Ihr Reiseprogramm (eigene An- und Abreise!) 1.Tag - Donnerstag, 12.11.2026 Individuelle Anreise nach Weimar und Zimmerbezug im Leonardo Hotel Weimar. Um 17:00 Uhr werden Sie von Prof. Dr. Dr. Matthias Augustin, zu einem Vortrag begrüßt. In seinem Einführungsvortrag „Goethe und sein Faust“ geht er auf verschiedene Dimensionen dieses epochalen Werkes ein. Am Abend erwartet Sie im Nationaltheater Weimar das Schauspiel „Faust. Der Tragödie erster Teil“.* [In] »Faust. Der Tragödie erster Teil« [...] hadert der in die Jahre gekommene Wissenschaftler Heinrich Faust mit sich und dem ganzen Universum. Sein Drang das Unbedingte in einer bedingten Welt‹ zu erringen, stößt sich an den Grenzen, die ihm physisch und moralisch auferlegt sind. Der Pakt mit Mephisto, dem Teufel, bietet einen Ausweg aus diesem Dilemma, auch wenn der Preis hoch ist: Denn Innehalten, und sei es auch nur für einen Augenblick, schließt sich von da an aus. Die Jagd nach Selbstverwirklichung, flüchtigem Genuss und Selbstoptimierung hat begonnen. Und sie fordert Opfer.“ (Informationen des DNT Weimar) 2.Tag - Freitag, 13.11.2026 Um 14:00 Uhr Treffpunkt am Schillermuseum – hier besuchen Sie die Sonderausstellung „Faust. Eine Ausstellung“ und im Anschluss das Schiller-Wohnhaus. “Das Streben nach ewiger Jugend und Allwissenheit, die Ausbeutung der Natur und die verhängnisvolle Sehnsucht nach Macht in einer kapitalistischen Welt – alles, was uns beschäftigt, ist in Goethes Werk bereits Thema. Die Literaturausstellung Faust inszeniert erstmals eine aktuelle Lesart und fragt danach, was uns die Geschichte des strebsamen, krisengeschüttelten Wissenschaftlers Heinrich Faust und seines teuflischen Begleiters heute noch zu sagen haben. Die Ausstellung entwickelt dafür eigene Darstellungsformen und Medien, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem renommierten Comic-Künstler Simon Schwartz, der Grafikerin Ariane Spanier und Film-Expert*innen der Deutschen Kinemathek. Tauchen Sie mittels ausdrucksstarker Typographien und einer Collage aus Faust-Filmen ein in die Tragödie über Menschlichkeit, Erkenntnis und Verführung.“ (Informationen der Klassik-Stiftung Weimar) Der Abend steht Ihnen zur zur freien Verfügung. Optional haben Sie die Möglichkeit, im Deutschen Nationaltheater „Faust et Hélène & Faust Mein Brustkorb : Mein Helm“ zu sehen, eine „faustische Konfrontation“. 3. Tag - Samstag, 14.11.2026 Nach dem Frühstück werden Sie in der Anna-Amalia-Bibliothek erwartet. Das Herzstück ist der dreistöckige Rokoko-Saal von 1766, der jedes Jahr rund 100.000 Besucher verzeichnet. Im Anschluss lernen Sie Weimar bei einer Stadt führung „Auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten“ kennen. Dabei begegnen Sie den Wirkungsstätten großer Namen und tauchen in die kulturelle Blütezeit der Stadt ein. Geschichte wird hier lebendig und greifbar. Um 14:00 Uhr laden wir Sie zu einem weiteren Vortrag von Prof. Dr. Dr. Matthias Augustin zum Thema „Goethe im historischen Kontext seiner Zeit“ ein. Am Abend erwartet Sie dann im Deutschen Nationaltheater Weimar der 2. Teil des Schauspiels „Faust“. 4. Tag - Sonntag, 15.11.2026 Genießen Sie ein gemütliches Frühstück im Hotel. Es erfolgt die individuelle Heimreise Ihr Hotel: Leonardo Hotel Weimar Das Leonardo Hotel Weimar ist ein komfortables 4-Sterne-Haus in ruhiger Lage am Park an der Ilm und nur wenige Minuten von der historischen Altstadt entfernt. Die modern eingerichteten Zimmer bieten eine angenehme Rückzugsmöglichkeit nach einem erlebnisreichen Tag in der Kulturstadt. Zur Ausstattung gehören ein Restaurant, eine Bar sowie ein Wellnessbereich mit Innenpool und Fitnessmöglichkeiten. Die zentrale Lage des Hotels sorgt für eine bequeme Anbindung an die kulturellen Highlights der Stadt. 50m vom Hotel entfernt ist eine Haltestelle der Buslinie 1, mit der man in 4 Minuten im Zentrum ist. Alternativ gelangen Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einer kurzen Taxifahrt schnell und unkompliziert ins Stadtzentrum. LEISTUNGEN • 3x Übernachtung / Frühstück im 4****Hotel Leonardo Weimar • Kulturförderabgabe der Stadt Weimar • Eintritt in das Schillermuseum und die Ausstellung „Faust. Eine Ausstellung“ • Eintritt in Schillers Wohnhaus • Eintrittskarte Kategorie 3 „Faust“ Teil 1 und 2 im Deutschen Nationaltheater Weimar • ca. 2-stündiger Stadtrundgang durch Weimar „Auf den Wegen berühmter Persönlichkeiten“ • Eintrittskarte für die Anna Amalia Bibliothek mit Rokoko-Saal • 2 Vorträge von Prof. Dr. Dr. Matthias Augustin • vhs-Reiseleitung: Dr. Kai Uwe Tapken • Reisesicherungsschein gem. § 651k BGB Reisepreis pro Person in Euro Im Doppelzimmer 469,00 € Einzelzimmerzuschlag 120,00 € Zusatzleistungen: Aufpreis höherwertige Kategorien für „Faust 1&2“ im Deutschen Nationaltheater Weimar • Kategorie 2: 28,00 € • Kategorie 1: 50,00 € Eintrittskarte Faust et Hélène & Faust : Mein Brustkorb : Mein Helm am 13.11.2026 um 19:30 Uhr im DNT´Weimar • Kategorie 1: 35,00 € Karten vorbehaltlich Verfügbarkeit zum Zeitpunkt der Buchung, inkl. VVK- und Bearbeitungsgebühr. Bei Buchung 20% Anzahlung, Restzahlung 3 Wochen vor Reisebeginn. WICHTIG: Anmeldeschluss ist der 28.09.2026! Beratung und Buchung: https://dr-augustin.travelseller.net/booking/booking.php?reiseid=543742&userid=10022&brandid=10038&test=1 Dr. Augustin Studienreisen GmbH Bayreuther Straße 9 91301 Forchheim Tel: 09191 / 73 63 00 info@dr-augustin.de
Bauwerke, die Geschichten erzählen. Entdecken Sie in zwei Online-Vorträgen spannende Sehenswürdigkeiten in München und Umgebung. Abseits von Straßenlärm oder Touristenströmen betrachtet Paul Gaedtke die Bauwerke im Detail und ordnet sie in den geschichtlichen Kontext ein. Die Vorträge sind unabhängig voneinander buchbar. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Das Reich der Mitte! Ein Land, in dem Moderne auf Tradition trifft, wie an keinem anderen Ort der Erde; wo die kulinarische Vielfalt nicht abwechslungsreicher und die Sprachen nicht unterschiedlicher sein könnten. Tauchen Sie ein in eine Jahrtausende alte Kultur, die zum zweiten Mal in ihrer Geschichte als eines der fortschrittlichsten Länder der Welt zählt. In meinem Vortrag nehme ich Sie mit in die Geschichte Chinas und dessen Entstehung, wie wir es heute kennen. Lernen Sie eine Seite des Landes kennen, welche Sie zuvor noch nicht erlebt haben. Auf Basis persönlicher Reisen und Erlebnisse vor Ort während meines 3,5-jährigen Aufenthaltes in China, werde ich Sie durch die verschiedensten Ecken des Landes führen. Von ethnischen Gruppen, Reisterrassen, dem kalten Norden und dem warmen Süden über Sprachen und Schriftzeichen bis hin zur Großen Mauer. Mein Name ist Florian Mehling, 36 Jahre alt. Meine Tätigkeit als Maschinenbauingenieur im Versuch von elektrischen Maschinen hat mich über einen längeren Zeitraum beruflich nach China geführt. Dort habe ich mich in Land, Kultur und Sprache verliebt. In dem Ausmaß, dass ich zwei Jahre nach meiner Rückkehr nach Deutschland meinen Job aufgab, mich als Reiseveranstalter für China Rundreisen in Kleingruppen selbstständig gemacht habe und seit Oktober 2025 Sinologie (Modern China) an der Universität in Würzburg studiere.
Nikola Tesla (1856–1943) gehört zu den faszinierendsten Persönlichkeiten der Wissenschaftsgeschichte. Sein Name ist weltbekannt, doch sein Leben bleibt von Geheimnissen umrankt. Tesla war ein Visionär, dessen Erfindungen die moderne Welt geprägt haben – von der Elektrizität über Funktechnik bis hin zu Ideen, die ihrer Zeit weit voraus waren. Dieser Vortrag lädt dazu ein, Tesla neu zu entdecken: den Forscher, der sich kompromisslos seinen eigenen Ideen verschrieb, und den Menschen, der zwischen Freiheit und Selbstverpflichtung lebte. Wir beleuchten seine bahnbrechenden Experimente, seine leidenschaftliche Hingabe an die Wissenschaft und die Frage, ob sein unbeirrbarer Weg ihn letztlich befreite oder fesselte. Ein Abend voller Staunen über einen Mann, dessen Leben und Denken bis heute inspirieren – und der uns zeigt, wie eng Freiheit und Leidenschaft miteinander verbunden sein können. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zur Zeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Sowohl außen- wie innenpolitisch stand Großbritannien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor massiven Herausforderungen. Diese Epoche seiner Geschichte wurde von Premierministern wie David Lloyd George, Ramsay MacDonald, Neville Chamberlain oder Winston Churchill geprägt. Die Veranstaltung betrachtet die wesentlichen Entwicklungen von der Aufgabe der „Splendid Isolation“ über innenpolitische Versuche einer Sozial- und Steuerreform bis hin zur gescheiterten Appeasement-Politik und dem Zweiten Weltkrieg. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Künstliche Intelligenz verändert die Welt der Maschinen - sie lernen, verstehen und entscheiden nahezu selbständig. Der Onlinevortrag führt verständlich in die Grundlagen des maschinellen Lernens ein, zeigt aktuelle Anwendungen im Alltag und wirft einen Blick in die Zukunft einer Welt, in der Maschinen zunehmend "denken", statt nur speichern oder rechnen. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Prag, die Hauptstadt Böhmens, war um 1900 durchaus nicht das gemütliche K.u.K.-Reservat, das sich heutige Touristen gerne vorstellen. Die Stadt war geprägt von sich zuspitzenden nationalen Gegensätzen zwischen Tschechen und Deutschen, was vor allem die jüdische Bevölkerung in eine prekäre Lage versetzte. Aber auch das Tempo, mit dem eine Vielzahl technischer Innovationen innerhalb weniger Jahre durchgesetzt wurde, ließ bei vielen Bewohnern das Gefühl aufkommen, am Ende einer Epoche zu stehen. Sehr genau registrierte Kafka die unheimliche Faszination dieser Herausforderung: Telefone, Diktiergeräte, nächtlich beleuchtete Straßen, elektrische Trams und nicht zuletzt Kinos veränderten auch seinen Alltag. Dr. Reiner Stach studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik. 1987 erschien seine Monographie ›Kafkas erotischer Mythos‹. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung ›Kafkas Braut‹, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte. 2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für ›Kafka: Die Jahre der Erkenntnis‹ mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet. Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis. So funktioniert vhs.wissen live: - Die Veranstaltungen werden live gestreamt - Ein Live-Chat bietet die Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen - Sie melden sich bei uns an und erhalten dann einen Link zu den Livestreams.
Jubiläen erinnern immer an große Ereignisse. 2026 haben gerade unsere beiden Spitäler allen Grund zu feiern. Was macht sie so einmalig? Und was können wir aus der Vergangenheit dieser Einrichtungen für die Zukunft lernen? Was war damals das revolutionär Neue an der Idee dieser Stiftungen? Welche Stiftungen sind heute zukunftsweisend? Kommen Sie mit auf eine Spurensuche. Treffpunkt: Eingangsportal zum Juliusspital, Juliuspromenade Markus Schäfer ist gebürtiger Würzburger und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte seiner Heimatstadt. Ein besonderes Augenmerk legt der studierte Germanist dabei auf die Vermittlung von „Geschichten hinter der Geschichte“. Dem Würzburg-Kenner ist es wichtig, interessierten TeilnehmerInnen Dinge mitzuteilen, die so in keinem Reiseführer stehen.
Das Universum steckt voller Geheimnisse – und an diesem Wochenende werden Sie selbst zur Entdeckerin oder zum Entdecker. Kommen Sie an Bord unseres fiktiven Raumschiffs und reisen Sie mit uns zu den faszinierendsten und rätselhaftesten Objekten des Weltalls. Auf dieser atemberaubenden Reise schlagen wir die Brücke vom unendlich Großen zum unendlich Kleinen: Wir erkunden gigantische Galaxien, kosmische Wunder und jene winzigen Bausteine der Natur, die unsere Realität formen. Dabei blicken wir tief in die Welt der Quantenphysik und gehen der Frage nach, warum sich diese winzigen Objekte manchmal eher wie Magie als wie Wissenschaft verhalten und welche unsichtbaren Kräfte den Kosmos im Innersten zusammenhalten. Mit spannenden, leicht verständlichen Erklärungen, beeindruckenden Bildern und viel Raum für interaktive Diskussionen entdecken wir gemeinsam die tiefen Verbindungen zwischen dem Universum und uns Menschen auf der Erde. Bringen Sie einfach Ihre Neugier mit – es sind keine wissenschaftlichen Vorkenntnisse nötig! Der Buchautor und naturwissenschaftliche Amateurforscher, geboren 1962 in Crailsheim, beschäftigt sich seit Jahren mit Fragestellungen der Astrophysik, Kosmologie und Biotechnologie und seit einiger Zeit auch mit dem jungen Forschungsgebiet von Big History. Im Jahr 2022 wurde sein Science-Fiction-Roman „Das Embryonenschiff“ beim Hybridverlag unter dem Pseudonym Matteo Blocher veröffentlicht. Sein Big-History-Sachbuch „Paula, das Proton – Eine Autobiographie“ steht kurz vor der Fertigstellung.
Bereits 99 Gepäckstücke sind am DenkOrt versammelt, alle aus Orten mit früherer jüdischer Gemeinde (Stand 1932/33). Jedes davon hat ein Gegenstück in der unterfränkischen Ortsgemeinde. Und da sie alle erst nach Besprechung im örtlichen Gemeinderat entstanden sind, ergibt sich daraus eine unterfrankenweite Erinnerungsarbeit. Die Resonanz der Besucher ist beeindruckend: „Bemerkenswerter Ort der Erinnerung. Das (bisher) dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte ist hier sehr nah und menschlich sichtbar.“ „Ein sehr gelungenes bewegendes Denkmal am richtigen Ort mitten in der Stadt.“ „Ein sehr würdiges und gut gelungenes Denkmal, das sehr nachdenklich macht, und bei dessen Betrachtung man einen Kloß im Hals bekommt. Es ist einfach nur furchtbar, was geschehen ist.“ Mit Michael Stolz vom Verein DenkOrt Deportationen e.V. Treffpunkt: DenkOrt vor dem Hauptbahnhof, gegenüber der Straßenbahnhaltestelle. Ohne Gebühr, mit Anmeldung.
Bauwerke, die Geschichten erzählen. Entdecken Sie in zwei Online-Vorträgen spannende Sehenswürdigkeiten in München und Umgebung. Abseits von Straßenlärm oder Touristenströmen betrachtet Paul Gaedtke die Bauwerke im Detail und ordnet sie in den geschichtlichen Kontext ein. Die Vorträge sind unabhängig voneinander buchbar. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Was bleibt von einem Leben, einer Stadt, einer Zeit? Im Archiv erzählen Briefe, Akten und Bilder ihre eigenen Geschichten. "Seiten der Erinnerung" führt hinter die Kulissen des Archivs und zeigt spannende, überraschende und manchmal berührende Zeugnisse aus vergangenen Jahrzehnten. Entdecken Sie ausgewählte Schätze aus dem Archiv und erfahren Sie, wie Erinnerungen bewahrt wird - und warum sie bis heute Bedeutung haben. Eine Führung für alle, die Geschichte nicht nur lesen, sondern spüren möchten. Die Führung wird geleitet von der kommissarischen Leiterin des Stadtarchivs, Sabrina Zinke. Treffpunkt: Stadtarchiv Würzburg, Neubaustraße 12, 97070 Würzburg, Foyer Ohne Gebühr, mit Anmeldung.
Aus dem 15. Jahrhundert haben sich in Frankreich eindrucksvolle Grabdenkmäler erhalten. Gleichzeitig traten die Niederlande erstmals mit bedeutenden Werken in die Geschichte der Skulptur ein, allen voran in Person des vor allem in Deutschland tätigen Niclas Gerhaert van Leyden. In beiden Ländern vollzog sich während des 16. Jahrhunderts der Wandel von der Gotik zur Renaissance, wobei der Franzose Germain in der Tradition der italienischen Monumentalskulptur stand, während in den Niederlanden Cornelis Floris de Vriendt einen eigenen nach ihm benannten Stil hervorbrachte. Alle Vorträge sind einzeln buchbar. Prof. Dr. Johannes Sander studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik an den Universitäten in Würzburg und Wien und wurde 2012 mit einer Arbeit über den Kirchenbau des 19. Jahrhunderts in Bayern promoviert. 2018 habilitierte er sich mit einer Monografie über die mittelalterliche Baugeschichte des Würzburger Domes. 2025 erfolgte seine Ernennung zum Professor. Seit 2026 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte der Universität Würzburg. Daneben ist er Stadt- und Museumsführer tätig.
Das Leben kann nur rückwärts verstanden, aber es muss vorwärts gelebt werden. Mit diesem weltberühmten Paradoxon stürzte der dänische Denker Søren Kierkegaard (1813–1855) die Philosophie in ein radikales Abenteuer. Wenn wir in die Zukunft blicken, sehen wir oft keine klaren Pfade, sondern ein Meer aus unendlichen Möglichkeiten – und genau das, so Kierkegaard, erzeugt Schwindel und Angst. Doch statt vor dieser Unsicherheit zu fliehen oder uns hinter den Erwartungen der Masse zu verstecken, fordert er uns auf, Farbe zu bekennen. Zukunft entsteht für ihn nicht durch Abwarten oder kluges Berechnen, sondern durch den mutigen „Sprung“ in die eigene Verantwortung. Nur wer das Risiko eingeht, sich selbst ganz zu wählen und leidenschaftlich zu glauben, gewinnt echte Existenz. In diesem Vortrag holen wir Kierkegaards melancholischen, aber ungemein kraftvollen Ansatz direkt in unser rasantes 21. Jahrhundert. Wir spüren der Frage nach, warum uns die Freiheit der Zukunft manchmal so schwer auf den Schultern lastet und wie uns dieser radikale Individualist dabei helfen kann, der eigenen Angst zu begegnen. Ein Abend für alle, die inmitten einer durchgeplanten Welt den Mut suchen, das eigene Leben als ein ehrliches, leidenschaftliches Wagnis zu begreifen. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus. Er ist es, der nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust 1949 die erste Bundesregierung bilden kann und die von außen gestiftete Demokratie im Westen verankert. Damit legt er die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die den Westdeutschen auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert. Aber Adenauer ist es auch, der die deutsche Teilung in Kauf nimmt und Millionen seiner Landsleute ein Beschweigen ihrer Vergangenheit ermöglicht. Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei nimmt den 150. Geburtstag des Gründungskanzlers zum Anlass für ein unbestechliches Portrait des Mannes, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat wie niemand sonst Norbert Frei lehrte Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Davor forschte er u.a. an dem Institut für Zeitgeschichte, an der Harvard University, in Princeton, in Jerusalem und am Wissenschaftskolleg zu Berlin. So funktioniert vhs.wissen live: - Die Veranstaltungen werden live gestreamt - Ein Live-Chat bietet die Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen - Sie melden sich bei uns an und erhalten dann einen Link zu den Livestreams.
Quantencomputer brechen mit den Gesetzen klassischer Logik und eröffnen völlig neue Rechenwelten. Im Vortrag wird anschaulich erklärt, wie Qubits, Überlagerung und Verschränkung funktionieren –und warum Quantencomputer das Potenzial haben, Wissenschaft, Industrie und unsere Vorstellung von der Welt grundlegend zu verändern. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Auf einfachstem Niveau (nicht einmal Grundrechenarten werden benötigt) wird dargestellt, wie es der Mathematik gelingt, die Existenz verschieden großer Unendlichkeiten nachzuweisen. Erstaunlich ist, dass die Überlegungen sich auf Inhalte (der Mengenlehre) beschränken, die jedem Grundschüler geläufig und selbstverständlich sind – und trotzdem zu unglaublichen und faszinierenden Erkenntnissen führen. Zielgruppe sind mathematisch interessierte Laien.
Weihnachten steht vor der Tür – und rund um die Krippe gibt es viele Fragen. Wann wird sie aufgestellt, welche Figuren gehören dazu und welche Bedeutung haben sie? Der Onlinevortrag gibt einen anschaulichen Überblick über Geschichte, Aufbau und Symbolik der Weihnachtskrippe – von ihren Ursprüngen bis zu heutigen Traditionen. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Von München nach Hamburg – vom Museum zu Ihnen! Seien Sie dabei, wenn sich FreundInnen der Kunst zusammenfinden und über bedeutende Kunstwerke aus der Neuen Pinakothek in München und aus der Hamburger Kunsthalle austauschen. Andrea Weniger leitet die Bildung und Vermittlung an der Hamburger Kunsthalle, Jochen Meister arbeitet an der Neuen Pinakothek in München. Beide sind Kunsthistoriker mit langjähriger Erfahrung in der Kunstvermittlung. So funktioniert vhs.wissen live: - Die Veranstaltungen werden live gestreamt - Ein Live-Chat bietet die Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen - Sie melden sich bei uns an und erhalten dann einen Link zu den Livestreams.
Großbritannien gehörte 1945 zu den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges. Zugleich stand es vor dem wirtschaftlichem Niedergang, hoher Staatsverschuldung und dem Verlust der alten Großmachtstellung. Außenpolitisch positionierte sich das Land früh im Kalten Krieg – als UNO-Gründungsmitglied (1945), mit Beteiligung an der Berlin-Luftbrücke (1948/49) und als NATO-Gründungsmitglied (1949). Parallel beschleunigte sich die Entkolonialisierung: zentral sind die Unabhängigkeit Indiens (1947) sowie weitere Souveränitäten und Mandatsabgaben in den späten 1940ern und 1950/60ern. Die Suezkrise 1956 markiert dabei einen Einschnitt, weil sie die Grenzen britischer Machtpolitik sichtbar machte und innenpolitische Folgen hatte. Die Veranstaltung spannt einen innenpolitischen Bogen von Nachkriegskonsens und Wohlfahrtsstaat über die Inflation und den „Winter of Discontent“ (1978/79) bis zum Thatcherismus mit Privatisierungen, Konflikten mit Gewerkschaften und starken sozialen Spannungen. Der Vortrag ordnet den britischen Kurs zwischen EWG und der internationalen Rolle des Landes ein. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Zumindest gefühlt nimmt die Zahl an Kriegen auf der Welt derzeit zu. Warum uns das auffällt? Sicher nicht zuletzt deswegen, weil der Krieg uns in Deutschland näher kommt, die Konsequenzen weltweit zu spüren sind und weil wir im Allgemeinen Frieden dem Krieg vorziehen und uns die Gewalt etwa in der Ukraine sehr besorgt. Doch ist es eigentlich immer und in allen Fällen falsch, wenn ein Land einem anderen den Krieg erklärt? Gibt es möglicherweise gute Gründe für den Griff zu den Waffen? Im Vortrag lernen wir die Just War Theory (JWT), die Theorie des gerechten Krieges, kennen. Wir diskutieren, was es aus Sicht der Anhänger der JWT für Gründe geben kann, in den Krieg zu ziehen, welches Verhalten im Krieg gefordert wird und ob die Gründe dafür überzeugend sind. An ausgewählten Beispielen prüfen wir, welche Folgen sich für die Bewertung aktueller Kriege ergeben. So fragen wir auch, welchen Nutzen die JWT überhaupt hat. Andreas Wolkenstein hat Philosophie, Theologie und Geschichte in Tübingen und Paris studiert. Aktuell arbeitet er als Medizinethiker an der LMU München. In seiner Forschung untersucht er die ethischen Implikationen von KI in der Medizin. Zudem betreibt er den Podcast “Dissenspflege” (mit Sebastian Schleidgen), in dem er philosophische Themen aus dem Alltag diskutiert und für Nicht-Philosophinnen und -Philosophen verständlich macht. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Die altägyptische Nekropole von Saqqara steht zu Unrecht ein wenig im Schatten des Pyramidenplateaus von Giza mit seinen drei großen Pyramiden. Tatsächlich ist das südlich von Kairo gelegene Saqqara eine ebenso bedeutende Nekropole des antiken Ägypten, wenn nicht sogar bedeutender. Über 3000 Jahre – also über die gesamte Zeit der pharaonischen Geschichte – wurden hier Könige, Mitglieder der Hofelite und sogar heilige Tiere bestattet. Den Anfang machten Könige und hohe Beamte der 1. und 2. Dynastie (um 3000-2750 v. Chr.), die sich in Saqqara große Gräber anlegen ließen. Eine Tradition, die dann zahlreiche Pharaonen und Würdenträger des Alten Reichs (3.-6. Dynastie, um 2500-2180 v. Chr.) fortsetzten. In dieser Zeit entstand auch die berühmte Stufenpyramide von König Djoser (um 2700 v. Chr.) – der erste ägyptische Pyramidenbau überhaupt. Der ersten Pyramide folgten bis zum Ende des Alten Reichs noch zahlreiche weitere „echte“ königliche Pyramiden mit geraden Seitenflächen. Und es gab noch eine weitere Premiere in Saqqara: In der Pyramide von König Unas (5. Dyn., um 2250 v. Chr.) fanden sich zum ersten Mal Hieroglyphen. Dieses sog. Pyramidentexte sind die ältesten bisher gefundenen Totentexte Ägyptens. Den königlichen Grabbauten folgten traditionell die Gräber der Beamtenelite dieser Zeit und auch hier zeigt sich Saqqara als eine bemerkenswerte Nekropole, denn diese sog. Privatgräber sind von aufgesprochener Qualität, Größe und Individualität – auch dies ein Novum in der ägyptischen Grabkultur, die bisher eher uniforme Privatgräber kannte. Aber auch in späterer Zeit verlor Saqqara als Nekropole nicht an Bedeutung: Über das Neue Reich (um 1530-1070 v. Chr.) bis weit in die Spätzeit (um 5. Jh. v. Chr.) erlebte Saqqara eine Renaissance als Nekropole, die Anschluss an die uralte Tradition suchte. Eine weitere berühmte Stätte in Saqqara ist das Serapeum – Verehrungs- und Bestattungsort der heiligen Apis-Stiere, den Symboltieren des altägyptischen Gottes Apis, der mit der Schöpfung und dem Fruchtbarkeitskult verbunden wurde. Die heiligen Tiere wurden hier in gigantischen Granit-Sarkophagen bestattet, die in Ausmaßen und Gewicht (bis zu 70 t) einmalig in Ägypten sind. Ich würde mich freuen, wenn Sie mich auf meiner Reise in die Jahrtausende Jahre alte Nekropole von Saqqara begleiten würden und mit mir eine manchmal ein wenig „unterschätzte“ Nekropole entdecken. Dr. Katja Demuß studierte Ägyptologie, Koptologie und Alte Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. In ihrer Funktion als Assistentin am Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Göttingen war sie an der Herausgabe der ägyptologischen Zeitschrift Lingua Aegyptia beteiligt. Seit 2000 gibt sie Seminare an verschiedenen Volkshochschulen.
Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können? In diesem Vortrag analysiert Eva Ladipo, wie Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen haben, das rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Rollenvorbilder wie Trump oder Musk füllen. Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #MeToo und der AfD wird deutlich: Wer über Männlichkeit nicht spricht, überlässt das Feld denen, die sie am liebsten in Machtfantasien und Frauenhass konservieren möchten. Eva Ladipo studierte Politische Wissenschaften in Cambridge und promovierte über das russische Steuersystem. Die Journalistin arbeitete als Redakteurin, Ressortleiterin und Korrespondentin bei der FAZ, der Financial Times Deutschland, Vanity Fair, Financial Times und Die Welt. Sie hat in Russland, Kolumbien und in den USA gearbeitet, bevor sie in Großbritannien gelandet ist. Bei Reclam ist 2026 das Buch „Not am Mann“ erschienen. So funktioniert vhs.wissen live: - Die Veranstaltungen werden live gestreamt - Ein Live-Chat bietet die Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen - Sie melden sich bei uns an und erhalten dann einen Link zu den Livestreams.
Die geopolitische Landkarte verschiebt sich rasant: Während die USA und China um die globale Vormachtstellung ringen und Russland die europäische Sicherheitsordnung herausfordert, sucht Europa noch nach seiner Rolle. Hat die EU in der Weltpolitik der Zukunft überhaupt noch ein Mitspracherecht – oder wird sie zum Spielball der Großmächte? An diesem Abend analysieren wir die Ursachen für Europas aktuelle Schwäche und werfen vor allem einen Blick nach vorn: Welche außenpolitische Strategie braucht die EU, um im 21. Jahrhundert handlungsfähig, wirtschaftlich stark und unabhängig zu bleiben? Diskutieren Sie mit über die Zukunft unseres Kontinents. Matthias Hofmann ist Historiker und Orientalist und war lange Jahre Analyst der Bundeswehr für den Orient.
Der Vortrag verbindet zentrale Erkenntnisse aus der Psychologie mit aktuellen Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz. Er zeigt, wie Angst-, Stress- und Belohnungssysteme unser Verhalten unbewusst steuern – und wie KI genau diese Muster erkennt, verstärkt oder sogar sichtbar machen kann. Im Fokus steht die Wechselwirkung zwischen neurobiologischen Mechanismen und algorithmischer Musteranalyse: Verstärkt KI unsere „dunklen“ Impulse – oder kann sie uns helfen, sie besser zu verstehen und bewusster mit ihnen umzugehen? Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Unsere Faszination für Geschichten aus der Antike erhält besonderen Ausdruck durch die Menge an aufwendig produzierten Filmen: Dabei seien nur einige wenige Blockbuster wie „Quo Vadis (1951) mit Peter Ustinov als Nero, das Monumentalepos „die zehn Gebote“ (1956) oder auch modernere Adaptionen wie die kürzlich erschienene „Odyssee“ (2026) als Beispiele angeführt. Jedoch wurde keine Geschichte so oft auf die Leinwand gebracht, wie die von Kleopatra, der letzten Pharaonin des ptolemäischen Ägyptens. Die im Film verwendeten Requisiten wurden nicht nur aufwendig hergestellt, sie bedienen sich auch historischer Vorbilder. Doch was wissen wir über die letzte Herrscherin am Nil? Welche Kleidung und vor allem welcher Schmuck war zur Zeit der Ptolemäer, und damit am Ende des Hellenismus gerade in Mode? Woher kamen die Materialien und wie wurde er hergestellt? Und welche historischen Originale dienten als Anregung für die Filme? Genau diese Fragen sollen im Rahmen des Vortrags erörtert werden. Der Fokus der Betrachtungen ruht dabei nicht allein auf der Zeit des Hellenismus im Allgemeinen und der Ptolemäerzeit im Besonderen. Anhand von Szenen aus unterschiedlichen Filmen und ihrem Vergleich mit archäologischen Funden werden nicht nur Gemeinsamkeiten und Unterschiede der gezeigten Schmuckstücke verdeutlicht, sondern auch ein allgemeines Verständnis für die ägyptischen Einflüsse in der Herstellung hellenistischen Schmucks gegeben. Sophia Mann (M.A.) ist Klassische Archäologin und Gründerin des Unternehmens „Archaeoreplica“, das sich auf die Reproduktion antiker Schmuckstücke spezialisiert hat.
Die Verwunderung war groß, als die Corona-Pandemie die Welt im März 2020 in den Lockdown zwang: So etwas hatte man noch nie erlebt. Für alle, die in der Landwirtschaft mit Tieren zu tun haben, ist das Leben mit potentiell katastrophalen Krankheitserregern jedoch seit Jahrzehnten betriebliche Normalität. Der Vortrag bietet anhand des Beispiels der Schweinepest einen Überblick über den Umgang mit Tierseuchen vom 19. Jahrhundert bis heute und fragt nach den Veränderungen für Menschen und Tiere. Dabei entsteht ein neues Bild von Landwirtschaft in der Moderne: Agrarproduktion als ständige Auseinandersetzung mit Krisen, die einfach nicht verschwinden wollen. Frank Uekötter lehrt Technik- und Umweltgeschichte an der Universität Bochum. So funktioniert vhs.wissen live: - Die Veranstaltungen werden live gestreamt - Ein Live-Chat bietet die Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen - Sie melden sich bei uns an und erhalten dann einen Link zu den Livestreams.
Was bleibt von einem Leben, einer Stadt, einer Zeit? Im Archiv erzählen Briefe, Akten und Bilder ihre eigenen Geschichten. "Seiten der Erinnerung" führt hinter die Kulissen des Archivs und zeigt spannende, überraschende und manchmal berührende Zeugnisse aus vergangenen Jahrzehnten. Entdecken Sie ausgewählte Schätze aus dem Archiv und erfahren Sie, wie Erinnerungen bewahrt wird - und warum sie bis heute Bedeutung haben. Eine Führung für alle, die Geschichte nicht nur lesen, sondern spüren möchten. Die Führung wird geleitet von der kommissarischen Leiterin des Stadtarchivs, Sabrina Zinke. Treffpunkt: Stadtarchiv Würzburg, Neubaustraße 12, 97070 Würzburg, Foyer Ohne Gebühr, mit Anmeldung.
Studienreise der vhs Würzburg & Umgebung e.V. in Kooperation mit der vhs Rhön-Grabfeld gGmbH und Dr. Augustin Studienreisen GmbH Erleben Sie „La Bohème“ in der Semperoper und J.S. Bachs „Weihnachtsoratorium“ in der Frauenkirche Dresden - die barocke Elbmetropole gilt zu Recht als eine der schönsten Städte Deutschlands. Im Advent verwandelt sich der Dresdner Altmarkt in ein Weihnachtswunderland: Der Striezelmarkt ist über die Landesgrenzen hinaus als der wohl älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands bekannt. Wir haben das begehrteste aller Adventswochenenden für Sie reserviert: das 2. Adventswochenende mit dem Stollenfest. Aber es erwartet Sie nicht nur das eh schon wunderbare Weihnachtsgefühl in Dresden, sondern auch die beliebte Oper „La Bohème“ von Giacomo Puccini in der Semperoper. Der beliebte Klassiker, Bachs „Weihnachtsoratorium“ an diesem Wochenende in der Frauenkirche darf natürlich auch nicht fehlen. Freuen Sie sich auf zahlreiche weihnachtliche und musikalische Höhepunkte! 1. Tag - Freitag, 04.12.2026 Individuelle Anreise nach Dresden. Nach dem Zimmerbezug im zentral gelegenen Hotel Holiday Inn Dresden am Zwinger haben Sie die Gelegenheit, den Striezelmarkt individuell zu erkunden: Zu Füßen der altehrwürdigen Kreuzkirche herrscht buntes Treiben. Das Läuten der Glocken, dazu der Duft von frischem Festgebäck und Glühwein, umgeben von einem Lichtermeer, lässt diese ganz eigene Stimmung aufkommen. Der Dresdner Striezelmarkt ist einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Er wird bereits seit 1434 regelmäßig im Advent auf dem Altmarkt in Dresden veranstaltet. Am Abend erwartet Sie bereits das erste musikalische Highlight. Hören Sie das beliebte Weihnachtsoratorium in der Frauenkirche: Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium BWV 248 Kantaten I-VISopran Marie Hänsel, Alt Henriette Gödde Tenor Daniel Johannsen, Bass Tobias Bernd, Kammerchor der Frauenkirche, ensemble frauenkirche dresden, Leitung Frauenkirchenkantor Matthias Grünert 2. Tag - Samstag, 05.12.2026 Der Vormittag steht Ihnen zur freien Verfügung, z.B. für einen Besuch auf dem berühmten Dresdner Stollenfest, das heute stattfindet. Eine besondere Attraktion im Rahmen des Festes ist die jährliche Stollenparade durch die barocke Altstadt. In einem farbenfrohen Festumzug präsentieren die Bäcker und Konditoren ihr süßes Handwerk. Am Nachmittag spazieren Sie mit Ihrem Stadtführer durch die historische Altstadt. Begeben Sie sich auf die Spuren von Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (1670 - 1733), bekannt als „August der Starke“ und entdecken Sie u. a. den Zwinger, den Theaterplatz mit der Semperoper und die Hofkirche, den Fürstenzug, die Brühlsche Terrasse sowie den Dresdner Neumarkt mit der Frauenkirche. Um 19:00 Uhr hebt sich der Vorhang der Semperoper zu G. Puccinis beliebter Oper: „La Bohème. Eine Bohème-WG in den Pariser Künstler- und Studentenkreisen: Zwischen Freiheit, Unabhängigkeit, Kunst und finanziellen Nöten schlagen sich der Dichter Rodolfo und seine Freunde durchs Leben. Als sich Rodolfo in die Nachbarin Mimì verliebt, scheint sich zunächst alles zum Besseren zu wenden, aber Armut und Mimìs Krankheit überschatten die Beziehung. (Informationen der Semperoper) 3. Tag - Sonntag, 06.12.2026 (2. Advent) Nach dem Frühstück heißt es schon wieder Abschied nehmen von Dresden. Musikalisch und weihnachtlich beschwingt erfolgt die individuelle Heimreise. Holiday Inn Dresden am Zwinger Das Holiday Inn® Dresden – Am Zwinger ist ein günstig gelegenes Hotel in der Nähe der Altstadt und des Zwingers mit einem ganztägig geöffneten Restaurant und einem Fitnessraum. Von diesem Hotel in Dresden aus erreichen Sie die Museen, Theater und Geschäfte der Altstadt bequem zu Fuß. Der Dresdner Hauptbahnhof ist nur 10 Fahrminuten entfernt, Vom Hotel aus erreichen Sie Sehenswürdigkeiten wie das historische Dresdner Schloss und den prächtigen barocken Zwinger mit der Gemäldegalerie Alter Meister bequem zu Fuß. Die Semperoper bietet erstklassige Opern- und Klassikaufführungen und auf dem Altmarkt findet der berühmte Striezelmarkt statt. (Information des Hotels). LEISTUNGEN 2x Übernachtung / Frühstück im Holiday Inn Dresden am Zwinger Bettensteuer Stadt Dresden Stadtplan von Dresden ca. 2 stündige Altstadtführung Dresden Eintrittskarte Kategorie 4 (Hörplatz) „Weihnachtsoratorium“ am 04.12.26 in der Frauenkirche Eintrittskarte Kategorie 5 Puccinis „La Bohème“ am 05.12.26, 19:00 Uhr in der Semperoper Betreuung vor Ort durch: Prof. Dr. Dr. Matthias Augustin Reisesicherungsschein gem. § 651k BGB Reisepreis pro Person in Euro Im Doppelzimmer 429,- € Einzelzimmerzuschlag 129,- € Zusatzleistungen: • Aufpreis höherwertige Eintrittskarte „Weihnachtsoratorium“ in der Frauenkirche am 04.12.2026 um 19:30 Uhr: Kategorie 1: 80,- € • Aufpreis höherwertige Eintrittskarte „La Bohème“ in der Semperoper am 05.12.2026 um 19:00 Uhr Kategorie 1: 75,- € Kategorie 3: 45,- € Karten vorbehaltlich Verfügbarkeit zum Zeitpunkt der Buchung, inkl. VVK- und Bearbeitungsgebühr. Bei Buchung 20% Anzahlung, Restzahlung 3 Wochen vor Reisebeginn. WICHTIG: Anmeldeschluss ist der 28.09.2026! Beratung und Buchung: https://dr-augustin.travelseller.net/booking/booking.php?reiseid=543751&userid=10022&brandid=10038&test=1 Dr. Augustin Studienreisen GmbH Bayreuther Straße 9 91301 Forchheim Tel: 09191 / 73 63 00 info@dr-augustin.de
War das Leben in der Antike gemütlicher oder gab es damals schon ähnlich viel Stress wie heute? In Judentum wie Christentum gab es Gruppen, die ein schreckliches Ende aller Weltzeit erwarteten. Wie verbreitet waren solche apokalyptischen Zukunftsszenarien? Wie ging man im Alltag mit den konkurrierenden Zeitrechnungen um, beispielsweise religiös motivierten Zeitrechnungen und politischen Chronologien nach Kaisern oder Konsulen? Wie erfuhren Menschen ganz praktisch, was die Stunde geschlagen hatte und was hatte das alles mit Religion zu tun? Antworten auf alle diese Fragen finden sich in einem größeren Buch, an dem Christoph Markschies arbeitet und dessen Inhalte er kurzgefasst vorstellt. Christoph Markschies ist Professor für Antikes Christentum an der Humboldt-Universität zu Berlin und Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Er wurde u. a. mit dem Hanns-Lilje-Preis der Göttinger Akademie und dem Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet und gehört dem Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste an. So funktioniert vhs.wissen live: - Die Veranstaltungen werden live gestreamt - Ein Live-Chat bietet die Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen - Sie melden sich bei uns an und erhalten dann einen Link zu den Livestreams.
Die heurige Weihnachtslesung gliedert sich wieder in zwei Teile: Im ersten Teil geht der Referent auf Hinweise im Alten Testament zur Geburt des Messias und die neutestamentliche Vorgeschichte ein. Im zweiten Teil zeigt er auf, wie die Menschen mit verschiedenen Darstellungsformen die Weihnachtsbotschaft umgesetzt haben: bildlich, literarisch, musikalisch. Mit Anmeldung, Eintritt 10 €, zahlbar an der Abendkasse. Anmeldung bei Erne Odoj (Tel.09365-1449) oder Dr. Maria Lorson (Tel. 09365-4189). In Zusammenarbeit mit der Bücherei Güntersleben, musikalische Umrahmung durch die Gruppe "Little Noize" unter Martin Seeberger.
Sie wuchs als schutzloses Waisenmädchen in der Fremde auf, eroberte im Sturm den Thron des mächtigsten Weltreichs ihrer Zeit und mutierte im entscheidenden Moment von der stillen Anpasserin zur furchtlosen Strategin, die einen skrupellosen Genozid im Keim erstickte. Das biblische Buch Esther bricht mit fast allen religiösen Klischees, denn es erzählt kein moralisches Erbauungsstück, sondern ein psychologisch dichtes Lehrstück über das Überleben in der Diaspora, das Spiel mit falscher Identität und den plötzlichen Zwang, Farbe bekennen zu müssen. In diesem Vortrag analysieren wir die Ereignisse am persischen Königshof aus einer philosophisch-theologischen Perspektive und beleuchten eine faszinierende literarische Besonderheit: die völlige Abwesenheit Gottes in der gesamten Erzählung. Wir gehen der Frage auf den Grund, wie viel Kompromissbildung das Überleben in einer fremden Kultur erfordert, ob es so etwas wie eine historische Pflicht zum Widerstand gibt und wie viel persönliches Risiko ein Einzelner für das Wohl der Gemeinschaft tragen kann. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Seit dem späten 17. Jahrhundert übernahm Frankreich die Führerschaft in der Entwicklung der europäischen Skulptur und überflügelte darin das bis dahin maßgebliche Italien. Vorrangig dienten die Werke von Künstlern wie François Girardon, Antoine Coysevox oder Nicolas und Guillaume Coustou der Ausschmückung der großen königlichen Schlösser samt ausgedehnter Gartenanlagen. Meister wie Edme Bouchardon, Jean-Baptiste Pigalle und Jean Antoine Houdon vollzogen im fortschreitenden 18. Jahrhundert den Übergang von Spätbarock und Rokoko zum Klassizismus. Alle Vorträge sind einzeln buchbar. Prof. Dr. Johannes Sander studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik an den Universitäten in Würzburg und Wien und wurde 2012 mit einer Arbeit über den Kirchenbau des 19. Jahrhunderts in Bayern promoviert. 2018 habilitierte er sich mit einer Monografie über die mittelalterliche Baugeschichte des Würzburger Domes. 2025 erfolgte seine Ernennung zum Professor. Seit 2026 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte der Universität Würzburg. Daneben ist er Stadt- und Museumsführer tätig.
Naturwissenschaften & Technik Teleskope wie das James-Webb-Weltraumteleskop und das eROSITA Observatorium liefern beeindruckende Bilder aus dem Weltall. Teleskope wie das E-ELT der ESO und das SKA (Square Kilometre Array) sind in Chile, Südafrika und Australien im Bau. Für die offenen Fragen der Kosmologie, wie die großräumige Struktur im Universum und die Entstehung der ersten supermassiven Schwarzen Löcher, gibt es spannende neue Ergebnisse. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland, Straubing und SüdOst.
Eileen Gray, Lina bo Bardi, Emilie Winkelmann, Lilly Reich, das sind nur einige Namen aus dem reichen Schatz an Persönlichkeiten, die unsere heutige Welt leider kaum mehr kennt, ihre Werke sind aber bekannt. Alle Vorträge der Reihe sind einzeln buchbar. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland, Straubing und SüdOst.