Reich und Kirche im Hochmittelalter Der Gang Heinrichs IV. nach Canossa

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Freitag, 17. Mai 2019 16:00–17:30 Uhr

Kursnummer 13010sg
Dozent Prof. Dr. Rainer Leng
Datum Freitag, 17.05.2019 16:00–17:30 Uhr
Gebühr 12,00 EUR
Ort

vhs, Zi. 33
Münzstr. 1
97070 Würzburg

Kursort

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Heinrichs Canossagang von Januar 1077 galt dem verzweifelten Versuch, sich aus Bann und Exkommunikation zu lösen, um als König wieder handlungsfähig zu werden. Das tatsächliche Geschehen ist jedoch nur schwer rekonstruierbar und hat in den letzten Jahren zu einem tiefgreifenden Historikerstreit geführt. Die Vorlesung zeichnet die Ereignisse auf Grund der vorhandenen Quellen kritisch nach und macht auch die unterschiedlichen Deutungsansätze transparent. Prof. Dr. Rainer Leng arbeitete in verschiedenen Forschungseinrichtungen und vertrat Lehrstühle für Mittelalterliche Geschichte in Würzburg und Stuttgart. Seit 2008 ist er außerplanmäßiger Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Würzburg.

Reich und Kirche im Hochmittelalter
Der Kurzvorlesungszyklus behandelt Aspekte und herausragende Ereignisse im manchmal glanzvollen, gelegentlich auch problembeladenen Zusammenwirken von Reich und Kirche im hohen Mittelalter. Im Investiturstreit zerbrach an der Frage der Investitur von Bischöfen und Äbten durch den König die Einheit von weltlicher und kirchlicher Gewalt. An den Kontrahenten Heinrich IV. und Gregor VII. wird der Konflikt besonders deutlich. Beide Parteien warfen sich vor, die bisherige Ordnung der Welt zu zerstören. Grundlage des Konflikts waren die vielfältigen Verflechtungen von Reich und Kirche. Das Königtum hatte sich seit der Ottonenzeit das Recht reserviert, Bischöfe einzusetzen. Dieses sog. 'Reichskirchensystem' war essentiell für das Funktionieren von Königsherrschaft. Doch auch die Kirche profitierte vom Schutz und der Unterstützung durch das Königtum. Im berühmten Canossagang Heinrichs IV. im Januar 1077 fand die Auseinandersetzung ihren Höhepunkt. Erst nach jahrzehntelangen Bemühungen konnte der Streit mit dem Wormser Konkordat 1122 beigelegt werden. Die Epoche läutete den Beginn einer stetig zunehmenden Entflechtung von weltlicher und geistlicher Gewalt ein, die sich auch als Startschuss zu einem noch Jahrhunderte währenden Säkularisierungsprozess deuten lässt.

Prof. Dr. Rainer Leng Hauptdozent


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