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Malen, was man nicht sieht: Der Surrealismus

Das Unbewusste, verborgene Wünsche und Obsessionen, die Abgründe im eigenen Selbst faszinierten die Surrealisten, die sich 1924 um den Dichter, Sammler und gelegentlich auch Maler André Breton in Paris zusammenfanden. Doch wie gelangt man in die Tiefen der Seele? Natürlich nicht nur durch die Lektüre der damals angesagten Schriften von Sigmund Freud, CG Jung und anderen Pionieren der neuentdeckten Psychoanalyse. Sondern auch durch das Studium von außereuropäischen Kulturen der sogen. „Naturvölker“ oder durch Gruppenexperimente mit dem Zufall, dem Schlaf und mit Drogen. Als sich zur zuerst literarisch ausgerichteten Gruppe Maler wie der Deutsche Max Ernst, der Belgier René Magritte und der Spanier Salvador Dalí gesellten, wurde die Frage dringend: Wie kann man die kontrollierende Ratio ausschalten, ins Unterbewusste eintauchen und trotzdem Bilder malen, die über das Enigmatische hinaus gehen? Mit der Antwort war wohl keine Künstlergruppe erfolgreicher als die Surrealisten. Durch den 2. Weltkrieg wurde die Gruppe in alle Welt verstreut, verbreitete ihre Gedanken vor allem in den USA und Südamerika und avancierte dadurch zur international einflussreichsten Kunstrichtung des 2. Viertels des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus. Was lange nicht gesehen wurde: Gerade in dieser Stilrichtung gibt es besonders viele und gute KünstlerINNEN - Malerinnen, Plastikerinnen, Fotografinnen und Filmemacherinnen. Sie wollen wir entdecken, aber auch die Arbeiten ihrer Kollegen kritisch untersuchen. Hat der Surrealismus uns heute noch etwas zu sagen?

Dr. Eva-Suzanne Bayer studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften und Germanistik in Tübingen, Wien, Florenz und München. Seither ist sie als freiberufliche Kulturjournalistin – für Zeitungen und Zeitschriften, aber auch für Funk und Fernsehen –, als Reiseleiterin und Dozentin an Universitäten und in der Erwachsenenbildung tätig.

Kurstermine 15

  •  
    Ort / Raum
    • 1
    • Mittwoch, 06. März 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    1 Mittwoch 06. März 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 2
    • Mittwoch, 13. März 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    2 Mittwoch 13. März 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 3
    • Mittwoch, 20. März 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    3 Mittwoch 20. März 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
  • 3 vergangene Termine
    • 4
    • Mittwoch, 08. Mai 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    4 Mittwoch 08. Mai 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 5
    • Mittwoch, 15. Mai 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    5 Mittwoch 15. Mai 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 6
    • Mittwoch, 05. Juni 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    6 Mittwoch 05. Juni 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 7
    • Mittwoch, 12. Juni 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    7 Mittwoch 12. Juni 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 8
    • Mittwoch, 19. Juni 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    8 Mittwoch 19. Juni 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 9
    • Mittwoch, 26. Juni 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    9 Mittwoch 26. Juni 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 10
    • Mittwoch, 03. Juli 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    10 Mittwoch 03. Juli 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 11
    • Mittwoch, 10. Juli 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    11 Mittwoch 10. Juli 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 12
    • Mittwoch, 17. Juli 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    12 Mittwoch 17. Juli 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 13
    • Mittwoch, 24. Juli 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    13 Mittwoch 24. Juli 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 14
    • Mittwoch, 31. Juli 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    14 Mittwoch 31. Juli 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 15
    • Mittwoch, 07. August 2024
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    15 Mittwoch 07. August 2024 15:00 – 16:30 Uhr 3.1

Malen, was man nicht sieht: Der Surrealismus

Das Unbewusste, verborgene Wünsche und Obsessionen, die Abgründe im eigenen Selbst faszinierten die Surrealisten, die sich 1924 um den Dichter, Sammler und gelegentlich auch Maler André Breton in Paris zusammenfanden. Doch wie gelangt man in die Tiefen der Seele? Natürlich nicht nur durch die Lektüre der damals angesagten Schriften von Sigmund Freud, CG Jung und anderen Pionieren der neuentdeckten Psychoanalyse. Sondern auch durch das Studium von außereuropäischen Kulturen der sogen. „Naturvölker“ oder durch Gruppenexperimente mit dem Zufall, dem Schlaf und mit Drogen. Als sich zur zuerst literarisch ausgerichteten Gruppe Maler wie der Deutsche Max Ernst, der Belgier René Magritte und der Spanier Salvador Dalí gesellten, wurde die Frage dringend: Wie kann man die kontrollierende Ratio ausschalten, ins Unterbewusste eintauchen und trotzdem Bilder malen, die über das Enigmatische hinaus gehen? Mit der Antwort war wohl keine Künstlergruppe erfolgreicher als die Surrealisten. Durch den 2. Weltkrieg wurde die Gruppe in alle Welt verstreut, verbreitete ihre Gedanken vor allem in den USA und Südamerika und avancierte dadurch zur international einflussreichsten Kunstrichtung des 2. Viertels des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus. Was lange nicht gesehen wurde: Gerade in dieser Stilrichtung gibt es besonders viele und gute KünstlerINNEN - Malerinnen, Plastikerinnen, Fotografinnen und Filmemacherinnen. Sie wollen wir entdecken, aber auch die Arbeiten ihrer Kollegen kritisch untersuchen. Hat der Surrealismus uns heute noch etwas zu sagen?

Dr. Eva-Suzanne Bayer studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften und Germanistik in Tübingen, Wien, Florenz und München. Seither ist sie als freiberufliche Kulturjournalistin – für Zeitungen und Zeitschriften, aber auch für Funk und Fernsehen –, als Reiseleiterin und Dozentin an Universitäten und in der Erwachsenenbildung tätig.
23.04.24 00:09:18