Philosophie & Geisteswissenschaften
Würzburg, 1930: Die große Depression hat Europa fest im Griff. Mitten im Massenelend der Weltwirtschaftskrise fassen drei arbeitslose Würzburger einen verzweifelten Entschluss: Sie wollen ihrem Elend entfliehen und in Südamerika ein neues Leben beginnen. Völlig ratlos starten sie ihre Wanderung – bis ein unerwartetes Wunder geschieht: Durch den Fund einer großen Banknote gelingt ihnen tatsächlich die Überfahrt nach Argentinien. Was wie ein glanzvolles Märchen beginnt, mündet jedoch mitten in der globalen Katastrophe. Am Ende schließt sich der Kreis in einer dunklen Nacht in Würzburg – scheinbar ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Leonhard Franks fesselnder Roman „Drei von drei Millionen“ bringt das Würzburger Lebensgefühl einer düsteren Epoche meisterhaft auf den Punkt und feiert aktuell als dramatisierte Fassung Premiere am Mainfranken Theater. Unser literarischer Abend bietet Ihnen die perfekte Einführung: Erfahren Sie mehr über die historischen Hintergründe, Franks packende Sprache und wie aus diesem großen Stück Würzburger Literatur lebendiges Theater wird. Ideal als Vorbereitung auf den Theaterbesuch oder für alle, die tiefer in die literarische Geschichte unserer Stadt eintauchen möchten!
„Philosophie: Pur!“ bietet die Möglichkeit, anhand klassischer Texte der Philosophie philosophische Gedanken zu entwickeln, ein philosophisches Gespräch zu führen oder diesem einfach nur beizuwohnen. Nah an den gelesenen Texten und immer mit Bezug zu Leben, Gesamtwerk und historisch-geisteswissenschaftlichem Kontext der ausgewählten Autorinnen und Autoren werden ihre philosophischen Ideen und Konzeptionen erläutert und diskutiert. Im Dialog und im Gespräch soll gemeinsam Philosophie pur erlebt werden. Der Kurs gibt einen interessanten Einblick in die Geschichte der Philosophie, bietet aber auch die Möglichkeit, Philosophie für den Alltag nutzbar zu machen. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Er ist als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Dieser Kurs bietet einen tiefen Einblick in die zentralen Werke von Immanuel Kant, einem der einflussreichsten Philosophen der Aufklärung. Gemeinsam werden wir die grundlegenden Fragen der Erkenntnistheorie, Ethik und Ästhetik erkunden. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Haben Sie heute schon einen Fehler gemacht? Wenn es nach Karl Popper (1902–1994) geht, sollten Sie genau das feiern. Der Begründer des Kritischen Rationalismus revolutionierte unser Verständnis von Wahrheit mit einer verblüffend einfachen These: Wir können niemals endgültig beweisen, dass eine Theorie richtig ist – wir können sie nur widerlegen. Wahre Wissenschaft und echter Fortschritt leben nicht von unfehlbaren Dogmen, sondern vom permanenten Suchen nach Irrtümern. Popper warnt uns vor allen Propheten, die vorgeben, den perfekten Masterplan für die Zukunft der Menschheit zu besitzen. Für ihn ist die Zukunft radikal offen, unberechenbar und genau deshalb gestaltbar. Seine Philosophie ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die „offene Gesellschaft“, die im ständigen, kritischen Streit um das bessere Argument reift und Tyrannen sowie Ideologien die Stirn bietet. Dieser Vortrag wirft Poppers messerscharfen Denkansatz wie ein Flutlicht auf die Herausforderungen unseres noch jungen Jahrhunderts. Wir fragen uns, wie uns der Kritische Rationalismus in Zeiten von Filterblasen, vermeintlichen Gewissheiten und rasanten globalen Veränderungen als innerer Kompass dienen kann. Ein Abend für alle, die lernen wollen, wie man Zweifel produktiv nutzt und die Zukunft mit Mut, Verstand und einer gesunden Portion Fehlertoleranz anpackt. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Starten Sie in den Tag mit klassischen Texten der Philosophie! Sie lernen in diesem Kurs wichtige Persönlichkeiten der Geistesgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart kennen. Das Besondere an diesem Kurs ist jedoch, dass Sie lernen, philosophische Gedanken selbst zu entwickeln und ein philosophisches Gespräch zu führen. Selbstverständlich können Sie diesem auch einfach nur beiwohnen. Im kritischen Dialog und anregendem Gespräch soll gemeinsam Philosophie erlebt und erlebbar gemacht werden. Der Kurs bietet die Möglichkeit, Philosophie für den Alltag nutzbar zu machen und greift auch persönliche Wünsche und Themen auf. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Er ist als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
In diesem Vortrag gehen wir zurück zu den Anfängen der Künstlichen Intelligenz. Sir Roger Penrose (*1931), weltberühmter Physiker, Mathematiker und enger Weggefährte von Stephen Hawking, prägte mit seinen radikalen Ideen zur Funktionsweise des Universums und des menschlichen Geistes die moderne Debatte. Sein Denken eröffnet eine Reise zu den Grundlagen von Quantenmechanik, Bewusstsein und künstlicher Intelligenz – und zeigt, wie wahre Kreativität im Denken entsteht. Penrose lehrt uns, dass menschliches Verstehen nicht bloß computerähnliche Berechnung (Algorithmus) bedeutet, sondern auf Prozessen beruht, die sich einer reinen Digitalisierung entziehen. Seine Theorien erinnern uns daran, dass der menschliche Geist nicht allein durch Datenströme, sondern in den tiefen Gesetzen der Physik und einem funkenhaften Bewusstsein gewurzelt ist. Der Vortrag lädt dazu ein, Roger Penrose neu zu entdecken und zu fragen, wie seine Gedanken uns heute im Zeitalter von ChatGPT und Co. helfen können, den Wert des menschlichen Verstandes bewusst zu schätzen und die digitale Zukunft kritisch zu gestalten. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Er war der mutige Außenseiter, der den Riesen Goliath bezwang, ein sensibler Harfenspieler voller Poesie und zugleich ein skrupelloser Herrscher, der für seine eigenen Begierden über Leichen ging. Kaum eine biblische Gestalt fasziniert und verstört bis heute so sehr wie König David, dessen Biografie kein makelloses Heiligenbild, sondern ein packendes Drama voller Höhenflüge, tiefer Abgründe, Machtgier und ehrlicher Reue darstellt. In diesem Vortrag werfen wir einen philosophisch-theologischen Blick hinter die Mythen und begleiten David auf seinem wechselhaften Lebensweg, um uns Fragen zu stellen, die bis heute zeitlos aktuell geblieben sind. Wir untersuchen, wie Macht den menschlichen Charakter verändert, wie wir mit eigener Schuld sowie dem Scheitern umgehen und warum die Bibel uns überhaupt eine so widersprüchliche Identifikationsfigur zumutet. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Was hält unsere Gesellschaft zusammen – und woran droht sie zu scheitern? Wer die Zukunft verstehen will, muss die Werkzeuge der Kritischen Theorie kennen. Ausgehend vom legendären Frankfurter Institut für Sozialforschung (gegründet 1924) entwarfen Max Horkheimer (1895–1973) und Theodor W. Adorno (1903–1969) mitten im US-Exil ein radikales Denksystem. Ihr Hauptwerk, die „Dialektik der Aufklärung“ (1944), stellte die unbequeme Frage, warum die Menschheit trotz Fortschritts immer wieder in neue Zwänge verfällt. Ihr Blick prägte die 68er-Bewegung und bleibt eine scharfe Waffe gegen blinden Optimismus. Doch wie sieht das Fundament für das 21. Jahrhundert aus? Hier wurde Jürgen Habermas (1929–2026) zur entscheidenden Stimme. Als prägender Kopf der zweiten Generation wandelte er die oft düstere Diagnose seiner Lehrer in ein optimistisches Zukunftsprojekt um: Seine weltberühmte Theorie des „herrschaftsfreien Diskurses“ setzt ganz auf die Kraft des besseren Arguments und eine lebendige Demokratie. Nach dem Tod von Jürgen Habermas im Mai 2026 schlägt dieser Vortrag nicht nur die Brücke von den historischen Wurzeln der Frankfurter Schule in unsere Gegenwart, sondern würdigt auch das bleibende Erbe dieses Jahrhundertdenkers. Wir fragen ganz konkret: Wie helfen uns die Ideen dieser drei Philosophen heute, die Krisen der Gegenwart, die Macht der Medien und die Zukunft unserer Debattenkultur aktiv mitzugestalten? Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erklärte 2020 den §217 StGB für nichtig. Dieser hatte die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe gestellt. Seitdem sind Fachleute in Wissenschaft, Politik und Recht auf der Suche nach einem neuen Gesetz, das den sogenannten assistierten Suizid (AS) regelt. Im Vortrag beleuchten wir die Ethik des AS und fragen, ob sich die vom BVerfG ins Zentrum seiner Argumentation gerückte Selbstbestimmung des Menschen auch auf das Sterben anwenden lässt: Können Menschen selbstbestimmt sterben wollen? Wir analysieren aktuelle Entwürfe für eine Regelung des AS, diskutieren die Argumente der Befürworter und Gegner des AS und fragen, was es bedeutet, die menschliche Autonomie ernst zu nehmen - selbst dann, wenn autonomes Handeln den Tod nach sich zieht. Andreas Wolkenstein hat Philosophie, Theologie und Geschichte in Tübingen und Paris studiert. Aktuell arbeitet er als Medizinethiker an der LMU München. In seiner Forschung untersucht er die ethischen Implikationen von KI in der Medizin. Zudem betreibt er den Podcast “Dissenspflege” (mit Sebastian Schleidgen), in dem er philosophische Themen aus dem Alltag diskutiert und für Nicht-Philosophinnen und -Philosophen verständlich macht. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Hannah Arendt (1906-1975) war eine kritische Denkerin, die Politik und Zeitgeschehen aufmerksam verfolgte und kommentierte – gelegentlich auch voller Empörung und bis hin zur Provokation. Während ihres Philosophiestudiums in Marburg, Freiburg und Heidelberg hatte sie bedeutende Lehrer: Edmund Husserl, Martin Heidegger, in den sie sich als Studentin verliebte, und Karl Jaspers. Sie reklamierte für sich, wie sie selbst sagte, ein „Denken ohne Geländer“ - ein Denken ohne Hilfestellung und Begrenzung. Nachdem sie schon 1933 Nazi-Deutschland verlassen hatte, ließ sie sich zunächst in Frankreich, später in den USA nieder. Als eine der führenden Intellektuellen des 20. Jh. prägte sie das politische Denken ihrer Zeit. Sie setzte sich mit der Gründung des Staates Israel ebenso auseinander wie mit dem Nationalsozialismus sowie den Formen und Strukturen totalitärer Herrschaft im Allgemeinen. Aufsehen nicht nur im Nachkriegsdeutschland erregte ihre Berichterstattung über den Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem, als sie die „Banalität des Bösen“ entlarvte. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Sie war die gottesfürchtige Witwe, die in höchster Not den Mut aufbrachte, ihr belagertes Volk vor dem sicheren Untergang zu retten, eine strategisch brilliante Vordenkerin und zugleich eine entschlossene Akteurin, die den feindlichen Feldherrn Holofernes durch eine List überlistete und eigenhändig enthauptete. Kaum eine biblische Gestalt fasziniert und irritiert das moralische Empfinden bis heute so sehr wie Judith, deren Geschichte kein sanftes Frömmigkeitsideal, sondern ein hochdramatischer Kriminalfall um Widerstand, Glaube und die Grenzen der Ethik darstellt. In diesem Vortrag werfen wir einen philosophisch-theologischen Blick auf diese ambivalente Frauenfigur und betrachten, wie Meisterwerke der Kunstgeschichte von Artemisia Gentileschi über Caravaggio bis in die Moderne ihre Tat mal als Akt gerechter Befreiung durch Tyrannenmord, mal als verstörenden Gewaltakt inszeniert haben. Wir untersuchen, ob ein gutes Ziel jedes Mittel heiligen darf, wie politischer Widerstand im Namen des Glaubens zu bewerten ist und warum uns diese biblische Erzählung bis heute vor radikale Fragen über Recht, Unrecht und Zivilcourage stellt. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Planen wir unsere Zukunft noch selbst oder werden wir längst gelebt? Wir wachsen auf in einem Geflecht aus Erwartungen, Karrierepfaden und traditionellen Rollenbildern, die uns scheinbar vorschreiben, wer wir zu sein haben. Genau hier setzt die radikale Philosophie von Simone de Beauvoir (1908–1986) an. Gemeinsam mit Jean-Paul Sartre drehte sie das Denken um: Es gibt kein vorgezeichnetes Schicksal und keine biologischen Ausreden. Wir sind nichts anderes als die Summe unserer eigenen Entscheidungen. Diese absolute Freiheit, die Beauvoir Zeit ihres Lebens kompromisslos vorlebte, ist jedoch kein Freifahrtschein für Egoismus, sondern eine Aufforderung zu tiefster Verantwortung für uns und unsere Mitmenschen. Dieser Vortrag befreit den Existenzialismus vom verstaubten Image der Pariser Nachkriegs-Cafés und nutzt ihn als Kompass für das 21. Jahrhundert. Wir spüren Beauvoirs wegweisenden Gedanken zur Selbstbestimmung nach und fragen uns: Wie können wir im Hier und Jetzt mutig eigene Wege gehen, gesellschaftliche Schablonen hinter uns lassen und unsere persönliche Zukunft authentisch gestalten? Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Sie thront majestätisch über der Stadt und blickt auf über ein halbes Jahrtausend Geschichte zurück: Die Festung Marienberg, das einstige herrschaftliche Herz des Hochstifts Würzburg. Doch wie wurde aus der einstigen keltischen Befestigung eigentlich ein prunkvolles Bischofsschloss und später eine bayerische Kaserne? An zwei spannenden Abenden nehmen wir Sie mit auf eine kunstgeschichtliche Zeitreise. Wir beleuchten den dramatischen Wandel dieses Würzburger Wahrzeichens – vom wehrhaften Kastell über die repräsentative Residenz eines Landesherrn bis hin zur heutigen Transformation in das moderne „Museum für Franken“. Entdecken Sie die Architektur, die Kunst und die Geheimnisse eines einmaligen Monuments neu!
Nikola Tesla (1856–1943) gehört zu den faszinierendsten Persönlichkeiten der Wissenschaftsgeschichte. Sein Name ist weltbekannt, doch sein Leben bleibt von Geheimnissen umrankt. Tesla war ein Visionär, dessen Erfindungen die moderne Welt geprägt haben – von der Elektrizität über Funktechnik bis hin zu Ideen, die ihrer Zeit weit voraus waren. Dieser Vortrag lädt dazu ein, Tesla neu zu entdecken: den Forscher, der sich kompromisslos seinen eigenen Ideen verschrieb, und den Menschen, der zwischen Freiheit und Selbstverpflichtung lebte. Wir beleuchten seine bahnbrechenden Experimente, seine leidenschaftliche Hingabe an die Wissenschaft und die Frage, ob sein unbeirrbarer Weg ihn letztlich befreite oder fesselte. Ein Abend voller Staunen über einen Mann, dessen Leben und Denken bis heute inspirieren – und der uns zeigt, wie eng Freiheit und Leidenschaft miteinander verbunden sein können. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zur Zeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Das Leben kann nur rückwärts verstanden, aber es muss vorwärts gelebt werden. Mit diesem weltberühmten Paradoxon stürzte der dänische Denker Søren Kierkegaard (1813–1855) die Philosophie in ein radikales Abenteuer. Wenn wir in die Zukunft blicken, sehen wir oft keine klaren Pfade, sondern ein Meer aus unendlichen Möglichkeiten – und genau das, so Kierkegaard, erzeugt Schwindel und Angst. Doch statt vor dieser Unsicherheit zu fliehen oder uns hinter den Erwartungen der Masse zu verstecken, fordert er uns auf, Farbe zu bekennen. Zukunft entsteht für ihn nicht durch Abwarten oder kluges Berechnen, sondern durch den mutigen „Sprung“ in die eigene Verantwortung. Nur wer das Risiko eingeht, sich selbst ganz zu wählen und leidenschaftlich zu glauben, gewinnt echte Existenz. In diesem Vortrag holen wir Kierkegaards melancholischen, aber ungemein kraftvollen Ansatz direkt in unser rasantes 21. Jahrhundert. Wir spüren der Frage nach, warum uns die Freiheit der Zukunft manchmal so schwer auf den Schultern lastet und wie uns dieser radikale Individualist dabei helfen kann, der eigenen Angst zu begegnen. Ein Abend für alle, die inmitten einer durchgeplanten Welt den Mut suchen, das eigene Leben als ein ehrliches, leidenschaftliches Wagnis zu begreifen. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Zumindest gefühlt nimmt die Zahl an Kriegen auf der Welt derzeit zu. Warum uns das auffällt? Sicher nicht zuletzt deswegen, weil der Krieg uns in Deutschland näher kommt, die Konsequenzen weltweit zu spüren sind und weil wir im Allgemeinen Frieden dem Krieg vorziehen und uns die Gewalt etwa in der Ukraine sehr besorgt. Doch ist es eigentlich immer und in allen Fällen falsch, wenn ein Land einem anderen den Krieg erklärt? Gibt es möglicherweise gute Gründe für den Griff zu den Waffen? Im Vortrag lernen wir die Just War Theory (JWT), die Theorie des gerechten Krieges, kennen. Wir diskutieren, was es aus Sicht der Anhänger der JWT für Gründe geben kann, in den Krieg zu ziehen, welches Verhalten im Krieg gefordert wird und ob die Gründe dafür überzeugend sind. An ausgewählten Beispielen prüfen wir, welche Folgen sich für die Bewertung aktueller Kriege ergeben. So fragen wir auch, welchen Nutzen die JWT überhaupt hat. Andreas Wolkenstein hat Philosophie, Theologie und Geschichte in Tübingen und Paris studiert. Aktuell arbeitet er als Medizinethiker an der LMU München. In seiner Forschung untersucht er die ethischen Implikationen von KI in der Medizin. Zudem betreibt er den Podcast “Dissenspflege” (mit Sebastian Schleidgen), in dem er philosophische Themen aus dem Alltag diskutiert und für Nicht-Philosophinnen und -Philosophen verständlich macht. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Unsere Faszination für Geschichten aus der Antike erhält besonderen Ausdruck durch die Menge an aufwendig produzierten Filmen: Dabei seien nur einige wenige Blockbuster wie „Quo Vadis (1951) mit Peter Ustinov als Nero, das Monumentalepos „die zehn Gebote“ (1956) oder auch modernere Adaptionen wie die kürzlich erschienene „Odyssee“ (2026) als Beispiele angeführt. Jedoch wurde keine Geschichte so oft auf die Leinwand gebracht, wie die von Kleopatra, der letzten Pharaonin des ptolemäischen Ägyptens. Die im Film verwendeten Requisiten wurden nicht nur aufwendig hergestellt, sie bedienen sich auch historischer Vorbilder. Doch was wissen wir über die letzte Herrscherin am Nil? Welche Kleidung und vor allem welcher Schmuck war zur Zeit der Ptolemäer, und damit am Ende des Hellenismus gerade in Mode? Woher kamen die Materialien und wie wurde er hergestellt? Und welche historischen Originale dienten als Anregung für die Filme? Genau diese Fragen sollen im Rahmen des Vortrags erörtert werden. Der Fokus der Betrachtungen ruht dabei nicht allein auf der Zeit des Hellenismus im Allgemeinen und der Ptolemäerzeit im Besonderen. Anhand von Szenen aus unterschiedlichen Filmen und ihrem Vergleich mit archäologischen Funden werden nicht nur Gemeinsamkeiten und Unterschiede der gezeigten Schmuckstücke verdeutlicht, sondern auch ein allgemeines Verständnis für die ägyptischen Einflüsse in der Herstellung hellenistischen Schmucks gegeben. Sophia Mann (M.A.) ist Klassische Archäologin und Gründerin des Unternehmens „Archaeoreplica“, das sich auf die Reproduktion antiker Schmuckstücke spezialisiert hat.
Sie wuchs als schutzloses Waisenmädchen in der Fremde auf, eroberte im Sturm den Thron des mächtigsten Weltreichs ihrer Zeit und mutierte im entscheidenden Moment von der stillen Anpasserin zur furchtlosen Strategin, die einen skrupellosen Genozid im Keim erstickte. Das biblische Buch Esther bricht mit fast allen religiösen Klischees, denn es erzählt kein moralisches Erbauungsstück, sondern ein psychologisch dichtes Lehrstück über das Überleben in der Diaspora, das Spiel mit falscher Identität und den plötzlichen Zwang, Farbe bekennen zu müssen. In diesem Vortrag analysieren wir die Ereignisse am persischen Königshof aus einer philosophisch-theologischen Perspektive und beleuchten eine faszinierende literarische Besonderheit: die völlige Abwesenheit Gottes in der gesamten Erzählung. Wir gehen der Frage auf den Grund, wie viel Kompromissbildung das Überleben in einer fremden Kultur erfordert, ob es so etwas wie eine historische Pflicht zum Widerstand gibt und wie viel persönliches Risiko ein Einzelner für das Wohl der Gemeinschaft tragen kann. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Im Mittelpunkt dieser philosophischen Lesung wird eine - aus Gründen der Überraschung nicht genannte - Person aus der deutschen oder europäischen Geistesgeschichte stehen, deren Leben und Wirken vorgestellt werden. Die ausgewählten, gut verständlichen Texte stammen entweder aus der Feder dieser Person selbst oder von Zeitgenossen und anderen Autoren, die sich über diese treffend äußern. Eine besinnliche Lektüre zur Einstimmung auf die Adventszeit! Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Es ist die wohl bekannteste Erzählung der Welt, ein Fixpunkt unserer Kulturgeschichte voller Hirtenromantik, vertrauter Lieder und glanzvoller Krippenspiele, und doch verbirgt sich hinter der idyllischen Fassade ein radikaler philosophischer Sprengstoff, der das Denken der Antike völlig auf den Kopf stellte. Die Geburtsgeschichte Christi ist bei genauem Hinsehen kein harmloses Wintermärchen, sondern ein intellektuelles Paradoxon, das die Unendlichkeit des göttlichen Seins mit der extremen Verletzlichkeit eines neugeborenen Menschenkindes in einem staubigen Stall zusammenzwingt. In diesem Vortrag wagen wir das Experiment, den vertrauten Festtagsglauben beiseitezuschieben, um die tiefe philosophische Dimension dieses Ereignisses freizulegen. Wir untersuchen aus theologischer Sicht, wie diese Erzählung den antiken Gottesbegriff revolutionierte, fragen uns, was die Ankunft des Absoluten im absolut Unscheinbaren für unser eigenes Menschenbild bedeutet, und entdecken, warum dieses vermeintlich verstaubte Ereignis eine bis heute aktuelle Einladung ist, über Hoffnung, Ohnmacht und die Würde des Kleinen nachzudenken. Kommen Sie mit auf eine Entdeckungsreise abseits der ausgetretenen Pfade des Adventskonsums und erleben Sie eine Geschichte, die Sie eigentlich zu kennen glaubten, in völlig neuem Licht. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Woher nehmen wir den Mut, eine bessere Welt zu denken, wenn die Gegenwart uns den Atem raubt? Die Philosophie wartet nicht darauf, dass Zukunft einfach passiert – sie entwirft sie. Seit Thomas Morus vor über 500 Jahren mit seinem visionären Roman das Wort „Utopie“ erfand, nutzen Denkerinnen und Denker das Prinzip des Nicht-Ortes als schärfste Waffe gegen die Alternativlosigkeit. Eine Utopie ist kein naiver Wunschzettel, sondern ein radikales Gedankenexperiment: Sie hebelt die bestehenden Regeln aus, um zu zeigen, wie Gesellschaft, Eigentum und Zusammenleben völlig neu organisiert werden könnten. Von Platos idealem Staat über die technikoptimistischen Träume der Renaissance bis hin zu modernen Öko-Utopien gilt: Wer das Unmögliche nicht denkt, wird das Mögliche niemals verändern. Utopisches Denken ist der Treibstoff für jeden gesellschaftlichen Aufbruch. Dieser Vortrag nimmt Sie mit auf eine faszinierende Reise durch die kühnsten Wunsch- und Gegenbilder der Philosophiegeschichte. Wir befreien die Utopie von ihrem Ruf als unrealistische Spinnerei und fragen ganz praktisch, wie uns diese philosophischen Blaupausen heute helfen können. Ein inspirierender Abend, der den Horizont verschiebt und zeigt, dass die wichtigste Zukunftsfähigkeit unserer Zeit die eigene Vorstellungskraft ist. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Die Vorträge spannen einen historischen Bogen von der Antike bis hin zu modernen Formen des Antisemitismus seit dem 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen die gesellschaftlichen Deutungsmuster, politische Debatten und ihre langfristigen Wirkungen bis in die Gegenwart. Der Vortrag thematisiert das jüdische Leben im Alten Orient, im hellenistischen Kulturraum und im Römischen Reich. Wie kam es zu stereotypen Bilder über „die“ Juden, ihre Kultur und monotheistische Religion? Warum blieben diese so wirkmächtig? Alle Vorträge der Reihe sind einzeln buchbar. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Erleben Sie an zwei Abenden die faszinierende Kunst des größten Freskenmalers des 18. Jahrhunderts: Giovanni Battista Tiepolo. Der Venezianer war ein absoluter Meister des Lichts und der Farbe. An den Decken von Kirchen und Palästen erschuf er atemberaubende, virtuelle Scheinwelten voll himmlischer Leichtigkeit. Sein absolutes Meisterwerk hinterließ er direkt vor unserer Haustür – in der Würzburger Residenz. Mit souveräner, fast schwebend leichter Hand malte er ein grandioses Abbild seiner Epoche, setzte aber auch Würzburg und dem Hof ein unsterbliches Denkmal. Doch Vorsicht: Hinter der strahlenden Kulisse und der feinen Ironie bergen seine Szenen so manche versteckte Botschaft und pikante Anspielung. Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise!
Was, wenn die Zeit gar nicht mehr von der Vergangenheit in Richtung Zukunft fließt – sondern genau umgekehrt? Der Philosoph Armen Avanessian wirbelt die traditionelle Denkwelt gehörig auf. Er argumentiert, dass wir längst in einer „Präsens-Zeit“ leben, in der Algorithmen, Finanzmärkte und Klimamodelle unsere Gegenwart von der Zukunft aus steuern, noch bevor wir überhaupt gehandelt haben. Doch so radikal dieser Ansatz klingt: Er wurzelt tief in der Tradition von Immanuel Kant. Avanessian nimmt Kants Frage danach, was wir überhaupt wissen und wie wir die Welt erkennen können, und katapultiert sie direkt ins 21. Jahrhundert. Es geht nicht mehr nur darum, wie unser Geist die Realität formt, sondern wie technologische Zukunftsszenarien unsere heutige Freiheit bedingen. Dieser Vortrag bricht mit alten Gewissheiten und wagt ein philosophisches Update für das Hier und Jetzt. Wir spüren Avanessians faszinierenden Theorien nach und fragen uns, wie wir im philosophischen Erbe Kants Werkzeuge finden, um in einer scheinbar ferngesteuerten Welt handlungsfähig zu bleiben. Ein Abend für alle, die Lust auf visionäres Querdenken haben und die Gegenwart einmal aus der Perspektive von morgen betrachten wollen. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Die Vorträge spannen einen historischen Bogen von der Antike bis hin zu modernen Formen des Antisemitismus seit dem 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen die gesellschaftlichen Deutungsmuster, politische Debatten und ihre langfristigen Wirkungen bis in die Gegenwart. Analysiert wird Judenfeindlichkeit im christlich geprägten Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Der Vortrag macht sichtbar, wie religiöse Deutungen, Machtinteressen und Ängste zusammenwirkten und dauerhafte Strukturen der Diskriminierung hervorbrachten. Alle Vorträge der Reihe sind einzeln buchbar. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Künstliche Intelligenz (KI) ist aus dem Alltag genauso wenig wegzudenken wie in speziellen Bereichen, etwa der Medizin. Hier übernehmen Algorithmen wichtige Aufgaben, von der Diagnostik bis hin zur Therapieempfehlung. Anhang einiger ausgewählter Beispiele zeigt dieser Vortrag, welche Einsatzszenarien denkbar und auch schon realisiert sind. Daran anschließend diskutiert er einige der zentralen ethischen Herausforderungen, die mit der Algorithmen-unterstützten Medizin verbunden sind. Besondere Beachtung findet dabei die Auswirkungen des Einsatzes von KI auf die Ärztin/Arzt-Patientin/Patient-Interaktion. Andreas Wolkenstein hat Philosophie, Theologie und Geschichte in Tübingen und Paris studiert. Aktuell arbeitet er als Medizinethiker an der LMU München. In seiner Forschung untersucht er die ethischen Implikationen von KI in der Medizin. Zudem betreibt er den Podcast “Dissenspflege” (mit Sebastian Schleidgen), in dem er philosophische Themen aus dem Alltag diskutiert und für Nicht-Philosophinnen und -Philosophen verständlich macht. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
Was passiert, wenn das Auge eines Malers auf den Verstand eines Ingenieurs trifft? Es entsteht eine Zeitenwende. Leonardo da Vinci (1452–1519) war seiner Epoche nicht nur Meilen voraus – er hat die Blaupausen für unsere moderne Welt gezeichnet. Lange bevor die Technologie bereit dafür war, entwarf er Flugmaschinen, Taucheranzüge und utopische Brückenkonstruktionen. Für Leonardo gab es keine Trennmauer zwischen der Schönheit der Kunst und der Präzision der Technik; das eine bedingte das andere. Seine Anatomiestudien machten seine Gemälde lebendig, seine Naturbeobachtungen revolutionierten die Mechanik. Er lehrte uns, dass wahre Innovation dort entsteht, wo wir die Grenzen unseres eigenen Fachbereichs mutig überschreiten und die Welt mit einer radikalen, kindlichen Neugier neu betrachten Dieser Vortrag holt das größte Genie der Renaissance direkt in unsere digitale Gegenwart. Wir entschlüsseln Leonardos faszinierende Skizzenbücher und fragen uns, was wir heute im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz und Hightech von seiner Arbeitsweise lernen können. Ein inspirierender Abend über die Kraft der Kreativität, der zeigt, dass die Gestaltung der Zukunft vor allem eines braucht: den Mut, völlig quer zu denken. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
Die Vorträge spannen einen historischen Bogen von der Antike bis hin zu modernen Formen des Antisemitismus seit dem 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen die gesellschaftlichen Deutungsmuster, politische Debatten und ihre langfristigen Wirkungen bis in die Gegenwart. Der Vortrag behandelt den Übergang zum modernen Antisemitismus. Judenfeindlichkeit eskalierte im Nationalsozialismus im Holocaust, bei dem 6 Mio. Menschen ermordet wurden. Ebenso thematisiert der Vortrag antisemitische Kontinuitäten nach 1945 sowie gegenwärtige Erscheinungsformen der Judenfeindlichkeit. Alle Vorträge der Reihe sind einzeln buchbar. Die Zugangsdaten für das Online-Seminar erhalten Sie einige Tage vor Kursbeginn von uns per E-Mail. In Kooperation mit den vhs'n Oberland und SüdOst.
2026 wäre Hannah Arendt 120 Jahre alt geworden. Mit ihr rückt eine Denkerin ins Zentrum, die wie kaum jemand sonst mit dem Begriff der Freiheit verbunden ist. Ihre Philosophie zeigt, dass Freiheit nicht nur ein politisches Ideal, sondern eine lebendige Praxis ist – ein Handeln im öffentlichen Raum, das Verantwortung und Mut verlangt. Arendt war eine faszinierende Frau mit Gedanken, die uns bis heute herausfordern: Sie erinnert daran, dass Freiheit niemals selbstverständlich ist, sondern immer wieder neu errungen und verteidigt werden muss. Der Vortrag lädt dazu ein, ihre Ideen neu zu entdecken und zu fragen, wie Arendts Verständnis von Freiheit uns helfen kann, die Gegenwart kritisch zu gestalten. Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zur Zeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.