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Nicht mehr zu übersehen: Künstlerinnen im 20. und im 21. Jahrhundert
"Der weibliche Blick": Teil 3

Wenn man Neuland betritt, entdeckt man oft Überraschendes. So ist es auch in der Kunst. Je intensiver man sich mit Malerinnen und Bildhauerinnen befasst, umso mehr Malerinnen und Bildhauerinnen findet man – und oft sind sie sehr interessant. Es ist ein Fass ohne Boden und es zeigt: Frauen waren in der Kunst schon immer wesentlich aktiver als angenommen, verschwanden aber oft schnell in der Versenkung, sprich, wenn es gut ging, im Museumsdepot und nicht irgendwo im Unauffindbaren. Obwohl Frauen nach dem 1. Weltkrieg Kunstakademien besuchen konnten und damit dieselbe Ausbildung erhielten wie ihre männlichen Kollegen, dauerte es lange, bis Galeristinnen und Galeristen, Kritikerinnen und Kritiker und Kunsthistorikerinnen und -historiker sie wahrnahmen und ihnen zumindest ein ähnliches Forum verschafften wie Künstlern. Bereits in den 20er Jahren gab es wichtige Künstlerinnen wie Jeanne Mammen, Meret Oppenheim und die Surrealistinnen, die allerdings erst heute angemessen gewürdigt werden. Nach dem 2. Weltkrieg konzentrierten sich Frauen besonders in den USA auf die Abstraktion (Lee Krassner, Helen Frankenthaler, Joan Michell bis Agnes Martin). In der letzten Zeit, seitdem es keine –ismus - Diktatur mehr gibt, entwickeln heute alle einen ganz eigenen Stil von Rosemarie Trockel bis zu Katharina Grosse und Marlene Dumas. Aber auch Carol Rama, Yayoi Kusama, Valie Export und Florentina Holzinger, die in diesem Jahr Österreich auf der Biennale in Venedig vertritt, werden vorgestellt – neben vielen anderen.

Dr. Eva-Suzanne Bayer studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften und Germanistik in Tübingen, Wien, Florenz und München. Seither ist sie als freiberufliche Kulturjournalistin – für Zeitungen und Zeitschriften, aber auch für Funk und Fernsehen –, als Reiseleiterin und Dozentin an Universitäten und in der Erwachsenenbildung tätig.

Kurstermine 10

  •  
    Ort / Raum
    • 1
    • Mittwoch, 23. September 2026
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    1 Mittwoch 23. September 2026 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 2
    • Mittwoch, 30. September 2026
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    2 Mittwoch 30. September 2026 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 3
    • Mittwoch, 07. Oktober 2026
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    3 Mittwoch 07. Oktober 2026 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 4
    • Mittwoch, 14. Oktober 2026
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    4 Mittwoch 14. Oktober 2026 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 5
    • Mittwoch, 21. Oktober 2026
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    5 Mittwoch 21. Oktober 2026 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 6
    • Mittwoch, 11. November 2026
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    6 Mittwoch 11. November 2026 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 7
    • Mittwoch, 18. November 2026
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    7 Mittwoch 18. November 2026 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 8
    • Mittwoch, 25. November 2026
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    8 Mittwoch 25. November 2026 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 9
    • Mittwoch, 02. Dezember 2026
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    9 Mittwoch 02. Dezember 2026 15:00 – 16:30 Uhr 3.1
    • 10
    • Mittwoch, 09. Dezember 2026
    • 15:00 – 16:30 Uhr
    • 3.1
    10 Mittwoch 09. Dezember 2026 15:00 – 16:30 Uhr 3.1

Nicht mehr zu übersehen: Künstlerinnen im 20. und im 21. Jahrhundert
"Der weibliche Blick": Teil 3

Wenn man Neuland betritt, entdeckt man oft Überraschendes. So ist es auch in der Kunst. Je intensiver man sich mit Malerinnen und Bildhauerinnen befasst, umso mehr Malerinnen und Bildhauerinnen findet man – und oft sind sie sehr interessant. Es ist ein Fass ohne Boden und es zeigt: Frauen waren in der Kunst schon immer wesentlich aktiver als angenommen, verschwanden aber oft schnell in der Versenkung, sprich, wenn es gut ging, im Museumsdepot und nicht irgendwo im Unauffindbaren. Obwohl Frauen nach dem 1. Weltkrieg Kunstakademien besuchen konnten und damit dieselbe Ausbildung erhielten wie ihre männlichen Kollegen, dauerte es lange, bis Galeristinnen und Galeristen, Kritikerinnen und Kritiker und Kunsthistorikerinnen und -historiker sie wahrnahmen und ihnen zumindest ein ähnliches Forum verschafften wie Künstlern. Bereits in den 20er Jahren gab es wichtige Künstlerinnen wie Jeanne Mammen, Meret Oppenheim und die Surrealistinnen, die allerdings erst heute angemessen gewürdigt werden. Nach dem 2. Weltkrieg konzentrierten sich Frauen besonders in den USA auf die Abstraktion (Lee Krassner, Helen Frankenthaler, Joan Michell bis Agnes Martin). In der letzten Zeit, seitdem es keine –ismus - Diktatur mehr gibt, entwickeln heute alle einen ganz eigenen Stil von Rosemarie Trockel bis zu Katharina Grosse und Marlene Dumas. Aber auch Carol Rama, Yayoi Kusama, Valie Export und Florentina Holzinger, die in diesem Jahr Österreich auf der Biennale in Venedig vertritt, werden vorgestellt – neben vielen anderen.

Dr. Eva-Suzanne Bayer studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften und Germanistik in Tübingen, Wien, Florenz und München. Seither ist sie als freiberufliche Kulturjournalistin – für Zeitungen und Zeitschriften, aber auch für Funk und Fernsehen –, als Reiseleiterin und Dozentin an Universitäten und in der Erwachsenenbildung tätig.
22.07.26 11:20:11