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Demuß, Dr. Katja

Dr. Katja Demuß studierte Ägyptologie, Koptologie und Alte Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. In ihrer Funktion als Assistentin am Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Göttingen war sie an der Herausgabe der ägyptologischen Zeitschrift Lingua Aegyptia beteiligt. Seit 2000 gibt sie Seminare an verschiedenen Volkshochschulen.

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Saqqara: Eine Nekropole der Superlative
Sa. 28.11.2026 14:00
Würzburg

Die altägyptische Nekropole von Saqqara steht zu Unrecht ein wenig im Schatten des Pyramidenplateaus von Giza mit seinen drei großen Pyramiden. Tatsächlich ist das südlich von Kairo gelegene Saqqara eine ebenso bedeutende Nekropole des antiken Ägypten, wenn nicht sogar bedeutender. Über 3000 Jahre – also über die gesamte Zeit der pharaonischen Geschichte – wurden hier Könige, Mitglieder der Hofelite und sogar heilige Tiere bestattet. Den Anfang machten Könige und hohe Beamte der 1. und 2. Dynastie (um 3000-2750 v. Chr.), die sich in Saqqara große Gräber anlegen ließen. Eine Tradition, die dann zahlreiche Pharaonen und Würdenträger des Alten Reichs (3.-6. Dynastie, um 2500-2180 v. Chr.) fortsetzten. In dieser Zeit entstand auch die berühmte Stufenpyramide von König Djoser (um 2700 v. Chr.) – der erste ägyptische Pyramidenbau überhaupt. Der ersten Pyramide folgten bis zum Ende des Alten Reichs noch zahlreiche weitere „echte“ königliche Pyramiden mit geraden Seitenflächen. Und es gab noch eine weitere Premiere in Saqqara: In der Pyramide von König Unas (5. Dyn., um 2250 v. Chr.) fanden sich zum ersten Mal Hieroglyphen. Dieses sog. Pyramidentexte sind die ältesten bisher gefundenen Totentexte Ägyptens. Den königlichen Grabbauten folgten traditionell die Gräber der Beamtenelite dieser Zeit und auch hier zeigt sich Saqqara als eine bemerkenswerte Nekropole, denn diese sog. Privatgräber sind von aufgesprochener Qualität, Größe und Individualität – auch dies ein Novum in der ägyptischen Grabkultur, die bisher eher uniforme Privatgräber kannte. Aber auch in späterer Zeit verlor Saqqara als Nekropole nicht an Bedeutung: Über das Neue Reich (um 1530-1070 v. Chr.) bis weit in die Spätzeit (um 5. Jh. v. Chr.) erlebte Saqqara eine Renaissance als Nekropole, die Anschluss an die uralte Tradition suchte. Eine weitere berühmte Stätte in Saqqara ist das Serapeum – Verehrungs- und Bestattungsort der heiligen Apis-Stiere, den Symboltieren des altägyptischen Gottes Apis, der mit der Schöpfung und dem Fruchtbarkeitskult verbunden wurde. Die heiligen Tiere wurden hier in gigantischen Granit-Sarkophagen bestattet, die in Ausmaßen und Gewicht (bis zu 70 t) einmalig in Ägypten sind. Ich würde mich freuen, wenn Sie mich auf meiner Reise in die Jahrtausende Jahre alte Nekropole von Saqqara begleiten würden und mit mir eine manchmal ein wenig „unterschätzte“ Nekropole entdecken. Dr. Katja Demuß studierte Ägyptologie, Koptologie und Alte Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. In ihrer Funktion als Assistentin am Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Göttingen war sie an der Herausgabe der ägyptologischen Zeitschrift Lingua Aegyptia beteiligt. Seit 2000 gibt sie Seminare an verschiedenen Volkshochschulen.

Kursnummer 13085B-sg
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Gebühr: 26,00
Dozent*in: Dr. Katja Demuß
Antikes Ägypten: Das Volk Israel in Ägypten
Sa. 30.01.2027 14:00
Güntersleben

Die Geschichte der Israeliten im antiken Ägypten beschäftigt von jeher jüdische und christliche Religionswissenschaftler, Historiker und nicht zuletzt auch die Ägyptologie. Dies gilt in besonderem Maße für den Auszug der Israeliten aus Ägypten, den sog. Exodus. Nach den Quellen führte Moses sein Volk aus der Sklaverei des ägyptischen Pharaos durch die Wüste in die Freiheit. Hauptsächliche Quelle für den Aufenthalt der Israeliten in Ägypten und den Exodus aus Ägypten ist eine jüdisch-christliche Quelle: Das Buch Exodus (Bibel AT, Kapitel 1-15 bzw. Zweites Buch der Tora)! In den ägyptischen Quellen gibt es dagegen kaum Zeugnisse für die im Buch Exodus geschilderten Ereignisse. Sicher belegt ist v.a. der Aufenthalt semitischer Nomaden („Apiru“) in Ägypten, die vermutlich Zwangsarbeit bei den Bauprojekten der Pharaonen des Neuen Reiches (um 1500-1100 v. Chr.) leisteten. Keinerlei Zeugnis findet sich hingegen für den Auszug einer großen Gruppe von israelitischen Sklaven aus Ägypten, was aber auch nicht zu erwarten ist, denn „Pharao siegt immer“. Und die im Buch Exodus geschilderte gelungene Flucht so vieler Sklaven vor dem Pharao wäre alles andere als ein Sieg gewesen und somit auch nirgendwo für die Nachwelt aufgeschrieben worden. Die Historizität der biblischen Exodus-Erzählungen ist schon aufgrund dieser Quellenlage umstritten. Häufig werden die Schilderungen (Zehn Plagen, Teilung des Roten Meeres) als Legenden abgetan, die v.a. als Gründungsmythos für das Volk Israel dienten. Handelt es sich also - um reine Fantasie oder - werden tatsächliche historische Ereignisse geschildert oder - wurden historische Personen und Ereignisse mit Fantasie erweitert? Mit diesen Fragen wollen wir uns im Rahmen der Veranstaltung beschäftigen – wobei die ägyptologische Sicht naturgemäß den Schwerpunkt bilden wird. Die Veranstaltung unterteilt sich in zwei Bereiche – Aufenthalt Israels im antiken Ägypten und den Exodus. Teil 1: Israel in Ägypten Es gibt zahlreiche Belege zur Existenz semitischer Bewohner im antiken Ägypten, v.a. zur Zeit des Neuen Reiches. Wir werden versuchen, uns ein Bild von der Lage dieser vermutlichen Zwangsarbeiter zu machen, insb. hinsichtlich der Fragen, wie lange sie tatsächlich in Ägypten waren und ob es sich wirklich um „grausam unterdrückte Sklaven“ (so Schilderung im Buch Exodus) handelte.. Teil 2: Der Auszug der Israeliten aus Ägypten Anhand des Buches Exodus werden wir die einzelnen Phasen und Stationen des Auszuges nachvollziehen und diese dann einem „Realitäts-Check“ unterziehen anhand altägyptischer wie auch christlich-jüdischer Quellen. Dies alles v.a. im Hinblick auf die Frage der Person des Moses und seines pharaonischen Gegenspielers (Echnaton?, Ramses II.?, Merenptah?...). Zur Klärung der Fragen werden sowohl Texte als auch archäologische Befunde herangezogen werden. Dr. Katja Demuß studierte Ägyptologie, Koptologie und Alte Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. In ihrer Funktion als Assistentin am Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Göttingen war sie an der Herausgabe der ägyptologischen Zeitschrift Lingua Aegyptia beteiligt. Seit 2000 gibt sie Seminare an verschiedenen Volkshochschulen.

Kursnummer 13086B-sgGÜ
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Gebühr: 25,00
Dozent*in: Dr. Katja Demuß
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22.07.26 00:19:32