Nachruf

Trauerrede / Nachruf des 2. Vorsitzenden der vhs Würzburg & Umgebung und Schul- und Kulturreferenten der Stadt Würzburg Herrn Muchtar Al Ghusain

Lieber Herr Roland Fuchs, lieber Ferdinand Fuchs, 
liebe Angehörige von Frau Isolde Albert-Fuchs, 
liebe Kolleginnen und Kollegen der Würzburger Volkshochschule!
liebe Freunde und Wegbegleiter, 

So mitten aus dem aktiven Leben gerissen zu werden, ist immer eine besondere Härte, eine Ungerechtigkeit vielleicht, aber in jedem Fall ein Schock für alle Zurückbleibenden.
Auch ich war geschockt, als mich Herr Moos kurz nach dem Herzinfarkt von Frau Albert-Fuchs anrief und mich über die Situation informierte. Und ich war noch einmal sehr betroffen, als ich die Nachricht  von ihrem Tod erhielt. Wie kann jemand, der so offenkundig in sich zu ruhen schien, der so viel Herzenswärme und Ausgeglichenheit ausstrahlte einfach gehen? Wir haben letztlich keine Antwort. Das Leben ist nicht immer gerecht. Man geht doch nicht einfach so mit 61 Jahren und mitten im Leben stehend. Frau Isolde Albert-Fuchs wurde doch noch gebraucht. Als Ehefrau, als Mutter, als stellvertretende Leiterin der Würzburger VHS. Wieso war es ihr nicht vergönnt, nach langen Jahren beruflichen Engagements irgendwann, genauer: in vier Jahren auch die Früchte der Arbeit zu ernten und sich am Ruhestand zu erfreuen? Ich denke, Herr Fuchs, sie hätten sich noch manches vorgenommen für die Zukunft. Vielleicht wäre sie noch gerne Großmutter geworden, hätte Enkel aufwachsen sehen wollen und sich auch da einbringen mögen.

Wenn die Kolleginnen und Kollegen der Würzburger VHS in den letzten Tagen Telefonate entgegen nehmen mussten, als sich Menschen arglos nach Frau Albert-Fuchs erkundigt haben, mussten die Mitarbeiterinnen behutsam die Neuigkeit mitteilen und haben dabei sicher auf der anderen Seite ein großes Erschrecken ausgelöst. Ein plötzlicher Tod ist immer eine Zumutung, eine emotionale und auch insgesamt große Herausforderung.

Sehr geehrte Damen und Herren, 
Frau Isolde Albert-Fuchs war seit 1986 an der Volkshochschule Würzburg tätig und damit auch die mittlerweile dienstälteste Mitarbeiterin, sie verantwortete die Bereiche Gesundheit und Psychologie und war auch selbst immer wieder als Dozentin tätig. Außerdem war sie für den Volkshochschulverband in diversen Gremien tätig und hat sich auch dort engagiert eingebracht. Sie war von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr geschätzt und beliebt und auch jahrelang Betriebsobfrau. 


Auch ich habe sie als ausgesprochen freundlich, verbindlich und in der Sache engagiert erlebt und die Begegnungen mit ihr gemocht und geschätzt. Seit 2012 rückte sie in die Leitung nach und wurde Stellvertreterin von Herrn Moos, dem damals neuen VHS-Leiter. Auch in dieser Funktion war sie eine erfahrene und wichtige Säule der Würzburger Volkshochschule. 


Neben ihrer fachlichen Qualifikation war es ihr immer ein besonderes Anliegen die Herausforderung an eine geschlechtergerechte Sprache zu vertreten und durchzusetzen. Dabei konnte sie auch mit Hartnäckigkeit überzeugen und ihre Vorstellungen allmählich zur Grundlage eines veränderten Bewusstseins auch der VHS insgesamt werden lassen. Dies hier zu erwähnen ist mehr als nur eine vielleicht nette Anekdote, ich denke, es war auch Ausdruck einer professionellen Haltung und ihres Anspruches an eine moderne und qualitätvolle Bildungseinrichtung.

Die Würzburger Volkshochschule und Umgebung verliert mit Frau Isolde Albert-Fuchs eine wertvolle Mitarbeiterin, eine starke Persönlichkeit und einen liebenswerten Menschen. Die VHS Würzburg mit ihrem Vorsitzenden, Oberbürgermeister Schuchardt, allen Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Dozentinnen und Dozenten und auch ich, als 2. Vorsitzender und Kulturreferent der Stadt werden sich stets gerne an sie erinnern und ihr ein ehrendes Andenken bewahren. 

Ihnen, den Angehörigen wünsche ich für die nächsten Tage und Wochen neue Kraft und Lebensmut und Gottes Segen.

Muchtar Al Ghusain

 

Nachruf von Frau Diena Heikal - Leitung Marketing & Vertrieb und Kursleiterfortbildung des bayerischen Volkshochschulverbandes

Liebe Familie Albert-Fuchs,
liebe Trauergäste,

Völlig unerwartet ist unsere liebe Kollegin Isolde Albert-Fuchs von uns gegangen. Wir bleiben als Trauernde zurück!

Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen vom Bayerischen Volkshochschulverband, möchte ich mich heute von unserer liebgewonnenen, zuverlässigen und pflichtbewussten Kollegin Isolde verabschieden.

Isolde war für uns seit über 20 Jahren eine wichtige Stütze für die Weiterentwicklung der Volkshochschularbeit in Bayern. Wer das Glück hatte mit Isolde zusammenzuarbeiten, lernte ihr Engagement schätzen und spürte ihre Leidenschaft für die Erwachsenenbildung.

Besonders ihr langjähriger Einsatz im Ausschuss für Frauenfragen, sowie bei den zahlreichen Arbeits- und Programmgruppen war unermüdlich. Sie war stets Vorbild und immer über das normale Maß hinaus engagiert.

Auch bei ihrer Tätigkeit als Trainerin für den Bayerischen Volkshochschulverband hat sie viele Kursleiterinnen und Kursleiter an die Hand genommen und mit ihrem professionellen Know-How in die Volkshochschulfamilie eingeführt. Diese Lücke wird nur schwer zu füllen sein, denn für uns bedeutet der viel zu frühe Tod von Isolde das Ende einer erfolgreichen und sehr angenehmen Zusammenarbeit, das Ende einer Freundschaft, das Ende einer von Respekt, Achtung und Gemeinschaft erfüllten Zeit.

Sie, liebe Familie sind besonders schmerzlich von dieser Trauer erfüllt, daher möchten wir Ihnen und allen Angehörigen unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme aussprechen.

Liebe Isolde, Du wirst immer einen Platz in unserem Herzen haben.

Ruhe in Frieden!

Nachruf von Frau Erne Odoj (örtliche vhs Güntersleben)

Lieber Roland, lieber Ferdinand, liebe Karin,  liebe Freunde und Freundinnen von Isolde Albert Fuchs, sehr verehrte Trauergemeinde,

Ich bin gebeten worden, ein paar persönliche Worte zum Tod von Isolde Albert Fuchs zu sagen. Es fällt mir schwer und ich kann auch nur für mich sprechen, hoffe aber, dass meine Gedanken auch die Gefühle all derer ausdrücken, die Isolde freundschaftlich verbunden waren.

Alle sind wir erschüttert, traurig, hilflos und auch ein wenig ohne Worte. Dennoch ist es uns wichtig, lieber Roland ,Ferdinand  und Karin,  dass ihr wisst, dass unsere Gedanken, Gebete , unsere Trauer bei euch sind.

Wenn jemand Geliebtes stirbt, dann ist es, als ob die Welt plötzlich still steht. Alles, was vorher wichtig war, was unbedingt getan werden sollte, wird nebensächlich und versinkt. Und es bleibt nur die Trauer um den geliebten Menschen, der Schmerz und die Erinnerung an ihn. Wir fühlen uns auf das Essenzielle unseres Lebens verwiesen

Ich hatte Isolde vor über 30 Jahren auf einer Fortbildung der Würzburger Volkshochschule bei der Friedrich- Ebert-Stiftung  kennengelernt  und was zunächst nur ein zufälliges Zusammentreffen war, wurde schnell zu einer immer intensiver werdenden Freundschaft. Mit ihr besprach ich Freude und Leid, Ärger und Sorge, Glück und Unglück. Wir konnten miteinander lachen und weinen, wütend und begeistert sein, alles wurde, -  miteinander geteilt, - leichter oder auch wunderbarer. Ich kann mir ein Leben ohne unsere Gespräche, ohne den Austausch mit ihr und ihre Wegbegleitung nur schwer vorstellen, und so geht es sicherlich allen, die ihr nahestanden. Sie war so empathisch, so warmherzig, so voller Verständnis und Teilnahme und suchte doch auch nach Lösungen, Auswegen oder gab Ratschläge. Immer gab sie uns Brot und nie Steine. Zuhören, sich kümmern und für andere etwas tun war für sie eine Handlungslinie.  Isolde hat sich verschwendet  an andere,  verschwendet  an uns - und an ihre Arbeit.

Sie musste so viele Sterbe- und Todeserfahrungen ertragen, die Ihr Leben und ihre Sicht aufs Dasein prägten. Und dennoch haben sie sie nicht zu einem pessimistischen, depressiven Menschen gemacht. Sie war fröhlich, lebensbejahend,  der Hoffnung und dem Positiven zugewandt.

 Wenn schon wir sie so vermissen, wie sehr muss sie erst euch, in der Familie fehlen. Ja, wir sind alle ärmer geworden, besonders aber ihr, deren Zentrum sie war und denen unser aller Teilnahme gilt.

Der kürzlich verstorbene Publizist Roger Willemsen hat einmal gesagt. "Man kann  das Leben nicht verlängern, aber wir können es verdichten". Ich denke, das trifft auch auf Isolde Albert- Fuchs zu

Welch großer Verlust ihr Tod für die vhs ist, vermag ich gar nicht abzuschätzen und ich glaube auch, dass das ganze Ausmaß erst nach und nach sichtbar werden wird.

Für uns alle aber wird die Lücke bleiben und immer wieder spürbar sein. Bleiben aber wird auch die Erinnerung an eine starke, liebevolle, teilnehmende, hilfsbereite und geliebte Freundin mit einem übergroßen Herzen.


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