Mensch! Guck mal...

Gemeinsam veranstalten vhs und Rudolf-Alexander-Schröder-Haus vom 7. April bis 19. Mai 2018 unter dem Titel „Mensch! Guck mal…“ ein Kunst- und Bildungsprojekt rund um das Thema „Mensch und Menschsein“. Neben Ausstellungen und Konzerten sind auch Vorträge zentraler Bestandteil des Projekts. Dabei soll auch der kritische Blick hinter die Fassaden vordergründiger Wahrheiten im Zentrum der Betrachtung stehen.

In der vhs ist in allen drei Fluren der GALERIE im Flur eine Ausstellung zu sehen, die das Menschsein aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Drei Künstler*innen zeigen ihre Werke, die in verschiedenen Techniken menschliche Erfahrungen aufgreifen, in neue Formen bringen und beim Betrachten vielschichtige Gefühle auslösen.

Hoch spannend sind auch die Vorträge, die sich dem Zeigen und dem Hinschauen zuwenden. Bleiben Sie neugierig!

Ausstellung „Mensch! Guck mal…“

Gerda Enk spielt mit Bildern von Dingen, die sie unterwegs fotografiert hat. Sie bearbeitet, schichtet, fragmentiert, vergrößert, verkleinert: Stratigrafien, die neue Gedanken provozieren.

"Mensch, guck mal! = Aufruf und Anrede mit dem Ziel, jemandem etwas zu zeigen. Zeigen ist eine genuin menschliche Handlung – vielleicht auch ein menschliches Bedürfnis. Ich spiele mit Bildern von Dingen, die ich unterwegs entdeckt habe, die sich mir gezeigt haben, die ich verändere und wiederzeige. Spielerisch: weil Spiel im Sinne von Friedrich Schiller eine Gegenposition ist zu einer Welt, aus der spielerische Menschlichkeit immer mehr verbannt wird. Aus diesem Spiel entstehen ‚Stratigraphien‘, deren Ausgangsbasis Fotografien sind, die bearbeitet, geschichtet, übereinandergelagert, fragmentiert, vergrößert, verkleinert ... eben verändert werden."

Gabi Weinkauf zeigt in Malerei umgesetzte Reiseskizzen. Es sind Erinnerungen an Orte, Menschen oder Situationen, die auf den Betrachter wie Erinnerungsspuren wirken.

"Auf Reisen entstanden Skizzen, die ich Zuhause im Atelier in Eitempera- oder Ölmalerei auf Leinwand umsetzte. Es sind Erinnerungen an Orte, Menschen oder Situationen die ich gesehen habe, die mir begegnet sind, die ich erlebt habe. Es entstanden Bilder die wie Erinnerungsspuren auf den Betrachter wirken.

Mensch! Guck mal, wo ich war, an was ich mich erinnere, wo ich herkomme, was ich mache, was ich gesehen habe, was der kann…"

Rashid Jalaei zeigt Porträtfotografie, die durch ihre Emotionalität berührt. Diese Intensität beruht auf der besonderen Lebenssituation: Jajalei portraitierte seine Mitbewohner in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete.

Über zwei Jahre hinweg fotografierte Rashid Jalaei seine Mitbewohner in der Gemeinschaftsunterkunft in der er nach seiner Flucht aus dem Iran wohnte. Er schuf ein komplexes Werk authentischer Portraits. Die Intensität der Bilder beruht auf der besonderen Lebenssituation: Rashid Jalaei, mit Künstlernamen Ilia, ist nicht gekommen, um schöne Fotos zu ‚schießen‘ und nach getaner Arbeit wieder in die eigene freie Welt zu verschwinden. Ilia hat mit den Portraitierten gelebt. Er hat sie in ihrem Alltag kennengelernt. Er teilte mit ihnen die Räume und ihre Geschichte. Ihre Erzählungen, ihre Ängste, Nöte, Traumata, aber auch ihre Hoffnungen und Träume.

Durch diese Nähe entstanden Bilder von einer eigenen Eindringlichkeit, die nicht nur durch ihre Emotionalität berühren, sondern auch durch ihre hohe gestalterische Qualität.

Sa, 7.4. – Sa., 19.5, GALERIE im Flur, Begrüßung am 7.4. um 19:30 Uhr

Ein Gartenprojekt zum Mitmachen auf der Ladesgartenschau Kurse 1 bis 2 von 2

Was? Wann? Wo?
Harald Szeemann und das Museum der Obsessionen - Eine Phänomenologie des Zeigens - Mensch! Guck mal...
Mi., 18.04.2018 19:00 Uhr
Mi., 18.04.2018 19:00 Uhr Würzburg
Das Bildungspotenzial der Unaufmerksamkeit Mensch! Guck mal...
Do., 26.04.2018 19:00 Uhr
Do., 26.04.2018 19:00 Uhr Würzburg
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